Und sonst so?

A380: Vom Pflegefall zum Rettungsanker?

A380 vor dem Aus? Moment, der Raabler hätte da eine Vision...

Verrückte Corona-Zeiten! Schön und gut, der A380 stand schon vor dem Kollaps vor dem Kollaps. Dennoch weht ein Hauch von Wehmut um die Tagespresse angesichts der neuesten Horror-Meldungen aus der Luftfahrtindustrie. Nein, die Lufthansa-Piloten rufen ausnahmsweise mal nicht zum Generalstreik auf, um ihren überzogenen Gehaltsforderungen Nachdruck zu verleihen. Viel schlimmer: Das größte Passagierflugzeug der Welt wird von der größten deutschen Airline an den Flughäfen von Frankfurt und München – vielleicht für immer – eingemottet. Die Ikarus-Legende lebt!

Wir wollen an dieser Stelle nicht über Kompetenzen und Fähigkeiten der wie üblich zum Mindestlohn beschäftigten Entscheidungsträger spekulieren. Was geschehen ist, ist geschehen. Irren ist männlich. Und Systemrelevanz ein unschlagbares Argument für den Fortbestand renommierter Unternehmen. Vielmehr macht sich der Raabler Gedanken darüber, was man mit dem Superflieger stattdessen anfangen könnte. Etwas, dass der gebeutelten Lufthansa AG und dem Flugzeugbauer Airbus nicht nur ertrags- sondern in erster Linie imagemäßig wieder Flüüügel wachsen lassen könnte.

A380 hat das Zeug zum “Helden”!

Der Raabler hätte da eine – wie immer bekloppte – Idee. Baut den Riesenvogel einfach um. Alles muss raus! Außer Flugkanzel, Bordküche, Toiletten und Antrieb. Ausgehend von 600 bis 800 Sitzen pro Flugzeug, hätte man durch kreatives Ausmisten Platz für mindestens 100 Intensivbetten mit allem medizinisch notwendigen Zubehör inklusive Raum für das hochqualifizierte Ärzte- und Pflegepersonal. 14 stillgelegte Maschinen ergäben im Handumdrehen eine zusätzliche Kapazität von 1.400 (!!) lebensrettenden Behandlungseinheiten.

Schmutzmaske

Aber was heißt hier “stillgelegte Maschinen”? Ist doch prima, wenn Flugzeuge jederzeit ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt werden können. Ärzte und Pfleger als Lebensretter im Flugmodus wären in der Lage, fast jeden größeren Ort innerhalb Deutschlands, Europas und der Welt in kürzester Zeit anzufliegen. Um zu helfen. Batman, Spiderman und Wonderwoman können getrost einpacken. Husch, husch, ins Körbchen! Lasst mal den vielen realen Helden aus deutschen TOP-Kliniken ihren Job machen.

Disney sichert sich Corona-Filmrechte

Klingt abenteuerlich. Ist es auch. Über die anschließenden A380-Blockbuster-Filmrechte nach der überstandenen Corona-Pandemie können wir uns dann immer noch Gedanken machen. Der Raabler rechnet überschlägig mit Erlösen allein aus der Kino-Vermarktung von rund zwei Milliarden Euro. Innerhalb der ersten vier Wochen. Nach heutigem Kurs der Gegenwert von ca. 154 Millionen Atemschutzmasken. Morgen reicht’s dann nur noch für 75 Millionen Stück. Herrlich, wie menschenfreundlich die freie Marktwirtschaft funktioniert!

Zum Teufel dagegen mit den minderwertigen Gesellschaftssystemen wie in Thailand, Singapur oder Südkorea. Die können in Sachen Seucheneindämmung noch viel von uns lernen. Jawohl! Zum Beispiel, wie man ohne Not und aus reiner Experimentierlust heraus, einen A380 zum Lebensretter umbaut. So geht Technik heute! In Kombination mit dem Ideenreichtum eines possierlichen Raablers aus Buxmoorholm – dem Alpha unter den Realsatieren – ist alles möglich!

Gartenmöbel aus dem A380

Und darum gleich die nächste Idee für die dringend notwendige Monetarisierung in Krisenzeiten. Was macht man mit den vielen nicht mehr benötigten Komfort-Sitzen aus dem A380? Kein Problem! Das gleiche wie “Air Berlin” in 2018 mit seinen leckeren Lindt-Schokoherzen: versteigern zum Höchstgebot. Ebay hat bereits signalisiert, im Sinne der guten Sache, auf die sonst üblichen Verkaufsgebühren zu verzichten. Diese Altruisten!

Apropos: Wenn schon die meisten Profi-Fußballer sich in diesen Zeiten um zum Kotzen lächerliche Gehaltskürzungen winden, so können sie sich wenigstens so ein Kultmöbel von Airbus mit dem Charme eines gediegenen Strandkorbs in den heimischen Garten stellen, oder nicht? Auffi geht’s, lieber Roberto Lavendelkowski, buchstabier’ doch mal bitte Solidarność! Prima, geht doch! Danke!

Fußballprofis im Fake-News-Gewitter

Der Idealist geht glatt durch Mauern und stößt sich wund an der Luft.”
(Alfred Polgar, österreichischer Schriftsteller, 1873-1955)

Raabler-Blogpost:
Die Triebe in Zeiten von Corona

Raabler-Web-Tipp:
A380 beim Landeanflug

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