Und sonst so?

Arme Motorradfahrer!

Motorradfahrer

Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein. Die künftige Regierungskoalition aus Christdemokraten und Grünen will euch systematisch den lieb gewonnenen Brüll-Sound aus dem chromeblitzenden Doppelauspuff abwürgen. Blöde Spielverderber! Sollen die Motorradfahrer jetzt etwa allein für den Klimawandel verantwortlich sein? Und wer finanziert ihnen zum Ausgeich die Penisverlängerung, wenn sich demnächst kein (weiblicher) Arsch mehr auf und neben der Straße anerkennend oder kopfschüttelnd nach ihnen umdreht?

Volltreffer? Schiff versenkt? Der Raabler kommt mal wieder schnell auf den Punkt. Mal ehrlich: Das zweitschönste Feeling für einen echten Motorradfreak – neben atemberaubender Beschleunigungswerte – ist doch die akustische Begleitmusik. Animalisch. Brutal. Erotisch! Für Herrscharen von Soundtüftlern unter dem Dach der weltbesten Zweirad-Produzenten wurde dieses profitträchtige Thema immer wichtiger. Und nun das!

Stille

Motorradfahrer müssen sich neu erfinden

E-Motorräder sollen angeblich die Zukunft sein? Wie bitte? Geht’s noch? Wird der Motorradfahrer auch noch mal nach seiner Meinung gefragt? Nein? Konsumieren und Schnauze halten ist angesagt? Muss einem ja nur mal gesagt werden. Schon wieder geht ein Stückchen Freiheit den Bach runter. Ausgerechnet in einer düsteren Corona-Zeit, wo ohnehin auf sämtlichen Kanälen die Schotten dicht gemacht werden.

Kein Stadionbesuch beim Lieblingsverein. Kein Bordellbesuch bei der Stamm-Nutte. Stattdessen Homeoffice, Homeschooling, Homeshopping und Homeurlaub. Die reinste Homophobie. Von Quarantäne, Abstands- und Hygieneregeln und dem täglichen Corona-Nachrichtenterror in den Medien mal ganz zu schweigen. Wohin mit der Frustration? Wohin mit der Aggression? Wohin mit der häuslichen Gewalt?

Quarantäne

Teure Spaßbremsen

Als ultimatives i-Tüpfelchen nun also auch noch Elektro-Motorräder. Glückwunsch! Was für eine Scheiß-Welt! Schön und gut, auch diese Öko-Dinger beschleunigen von null auf hundert in drei Sekunden. Ein Wheelie kein Problem. Na, und? Wenn das komplett geräuschlos passiert, ist’s noch nicht einmal der halbe Spaß. Für diese Spaßbremsen über 20.000 Euronen auf den Tisch blättern? Ganz großes Tennis!

Vor seinem geistig umnachteten Auge sieht sich der Raabler bei den Hamburger Harley-Days im Jahre 2030. Zur traditionellen Abschlusskundgebung mitten in der City säuseln und schnurren über 15.000 Biker aus aller Welt missmutig und deprimiert vor sich hin. Nur vereinzelt verliert sich hier und dort ein Zuschauer. Es fehlen Lärm, Gestank und die typischen Machoposen an der Ampel.

Man trifft sich zum Flirten in der Bar Burnout in Hamburg

Selbst ein Kindergeburtstag bringt mehr Leben in der Bude. Was für eine Schande! Wissenschaftler von der TUHH haben festgestellt, dass die Gischt der 60 Meter hohen Wasserfontäne auf der Hamburger Binnenalster mehr Dezibel verursacht, als…ist ja gut, der Raabler hat fertig! Nix Ohrgasmus! Still ruht der Tee!

“Die Männer sind wie Leierkastenmusikanten: kaum fühlen sie sich beachtet, schon drehen sie durch.”
(Ingrid van Bergen, deutsche Schauspielerin, *1931)

Raabler-Blogpost:
Autoposer in den Städten

Raabler-Web-Tipp:
Mit Elektroherz in drei Sekunden auf Tempo 100

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