Und sonst so?

Autofahrer in der Sack(Reis)-Gasse

Autofahrer

Na, wie fühlt man sich als Autofahrer in Zeiten von Corona, Klimawandel und Fridays For Future, wenn man früh morgens alleine in seinen frisch erworbenen SUV-Diesel aus deutscher Produktion steigt, um noch rechtzeitig den täglichen Stau auf dem Weg zur Arbeit zu erreichen? Schlechtes Gewissen? Schlechte Laune? Wut? Trotz? Verdrängung im “On-Modus”? Von allem ein bisschen? Oder darf’s noch ein bisschen mehr sein? Der Raabler fragt ja nur mal.

Knapp zwei Tonnen Fahrzeuggewicht wollen elegant von der Stelle bewegt werden. Das klappt nur mit mindestens der 250 PS unterm Arsch. Besser wären 300 PS. So wie das nagelneue Geschoß von Familie Schnippkowiak aus der gegenüber liegenden Reihenhauszeile. Wie machen die das bloß? Aber egal, Hauptsache man schwimmt mit und kontert rechtzeitig mit einem saloppen X-Statement. Geld soll hier für alle sichtbar nicht das Thema sein.

Raabler kotzt auf die Motorhaube eines SUV

Auch ein Blinder findet mal ein Winterkorn

Nein, das Thema für die deutschen Autofahrer wie Autobauer ist ein ganz anderes. Der aktuellen Tagespresse ist zu entnehmen, dass das sympathische China in Sachen Elektromobilität klammheimlich die Rolle des Weltmarktführers übernommen hat. Sching, schang, schong! Guckst du? Realistische Pessimisten behaupten gar, dass der Vorsprung auf absehbare Zeit uneinholbar ist. Na, Donnerklütt! Nimm’ das, deutsche Autoindustrie! Das kommt davon, wenn man in einer Blase lebt und sich von Autokanzlern oder Autokanzlerinnen genüsslich pampern und pudern lässt.

Unter diesen Prämissen tat sich unversehens ein Zeitfenster für neue Entwicklungsmuster auf. Zum Beispiel die Entwicklung hin zu skrupelloser, krimineller Energie: Abgasmanipulationen mittels Einsatzes raffiniertester Betrugssoftware. Die Volksverarschung hat lange Zeit prima funktioniert. Von üblen Kollateralschäden gegenüber einer ohnehin schon ächzenden Umwelt wollen wir hier gar nicht sprechen. Aber letztlich findet auch ein Blinder mal ein Winterkorn. Er hätte es wissen müssen…

Drei Chinesen mit dem Kontrabass

Während also unsere hoch angesehenen und top bezahlten Gangster in den automobilen Chefetagen sich für besonders schlau hielten und die wertvolle Zeit mit aufgepimpter Alt-Technologie verplemperten, lachten sich unsere Freunde in Fernost ins berühmte Fäustchen. Natürlich waren sie über die erbärmlichen Manipulationsversuche ihrer westlichen Konkurrenz per digitaler Industriespionage stets auf dem laufenden.

PS

Sie hätten ihre Verdachtsmomente unmittelbar einer unabhängigen wettbewerblichen Institution melden können. Aber die Chinesen waren und sind ja nicht blöd. Der Skandal würde irgendwann sowieso auffliegen. Also warum nicht gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? “Dri Chinisen mit dim Kintribiß, sißen if dir Striße ind irzihltin sich wis.” Das Liedchen kennen alle. Nur unsere dumm-dreisten Autobauer nicht.

Autofahrer lieben den Betrug

Die Deutschen sicherten sich zwar mit den nunmehr offengelegten (nein, nicht tiefer gelegten) Mafia-Methoden den vorübergehenden Platz an der Liquiditäts-Sonne. Chapeau, das musst du als Chinese erst einmal aushalten können. Aber der Umweg ist das Ziel. Und wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten. Sollten VW, Daimler, BMW, Audi, Porsche und Konsorten doch weiterhin stur auf umweltschädliche Verbrenner setzen. Stroh in den Köpfen bietet keine auskömmliche Wärme. Die kurze Brenndauer lässt es nicht zu.

Kluge Chinesen wissen das. Sie haben einen angeborenen langen Geduldsfaden. Eine Lichtgestalt wie Kaiser Franz Beckenbauer hätte unseren Autobossen wertvolle Hinweise geben können. Denn ER hatte sie alle intellektuell inhaliert, die chinesischen Philsophen: Laotse, Konfuzius, Hui Shi und wie sie alle hießen. Aber man hat ihn nicht ins Boot geholt. Dumm gelaufen. So konnten BJEV, Evergrande und Aiways unbemerkt an der Batterie-Revolution arbeiten. So wird ein Schub draus!

Auto im Kreisverkehr

Freudige Erregung in Fernost

Sehr praktisch auch der Umstand, dass nach Auffliegen des Betrugsskandals die westliche Brumm-Brumm-Elite saftige Milliardenstrafen von den Gerichten aufgebrummt bekam. Das belastet(e) Bilanzen und Börsenkurse. Vom Vertrauensverlust ganz zu schweigen. Bewegungs- und Handlungsspielräume für überlebenswichtige Innovationen engten sich besorgniserregend ein. Der Chinese fand’s lediglich sehr erregend.

Für sie eine weitere willkommene Gelegenheit, den elektro-technologischen Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Um letztlich noch schneller dorthin zu kommen, als es europäische Automobil-Analysten in ihren düstersten Szenarien seit geraumer Zeit prophezeit hatten. An die Weltspitze! Glückwunsch, deutsche Autoindustrie! Auf euch ist Verlass! In bösen wie in schlechten Tagen.

Autofahrer: Spielt nicht mit den Schmuddelkindern!

Es gibt jedoch Hoffnung. Die deutschen Autobauer arbeiten auf Hochtouren an einer gigantischen Aufholjagd. Bereits jetzt stellt man die Batterietechnologie energisch in Frage. Sauber! Und deswegen hat man sich auch nicht großartig darauf versteifen wollen. Reine Geldverschwendung. Im Wasserstoff liegt die goldene Zukunft. Sagen wir mal ab 2050. Spätestens 2075.

Bis dahin verwöhnen wir euch wie gewohnt mit den allerdämlichsten…äh…fortschrittlichsten Werbebotschaften. Klimawandel? Wir haben verstanden. Versprochen! Jeder kann sich mal versprechen. Klick auf das nachfolgende Bild und sieh’, wessen Geistes Kind die Branchenführer in Wahrheit immer noch sind:

Fahrbericht

“Die Autofahrer sind sicherer, wenn die Straßen trocken sind, und die Straßen sind sicherer, wenn die Autofahrer trocken sind.”
(Robert Lembke, deutscher Journalist u. Fernsehmoderator, 1913-1989)

Raabler-Blogpost:
Klimawandel: Wir haben verstanden

Raabler-Web-Tipp:
Werbung: Elektroautos aus Deutschland – Aus Freude am Laden (extra 3)

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