Und sonst so?

Börsengewinne: Raabler entdeckt Jahrhundert-Formel!

Börsengewinne

War das eine Tüftelei! Aber, was lange quält, wird endlich real. Nach monatelangen Recherchen entdeckte der Raabler die Mega-Erfolgsformel für die internationalen Aktienmärkte. Vereinfacht auf den deutschen Markt heruntergebrochen lautet sie: 1000 neue Corona-Tote ziehen den DAX um ca. 100 Punkte nach oben. Wohin denn auch sonst? Es gibt ja seit 2008 (fast) nur eine Richtung. Geld verdienen war noch nie so leicht. Was ist zu tun? Zuerst sämtliche mühsam erarbeiteten und glücklicherweise zinsbefreite Sparguthaben auflösen. Anschließend alles mit Schmackes und ohne viel Nachdenken in Dividendenwerte investieren! Es locken gigantische Börsengewinne!

Dick und Doof sorgen sich um Börsengewinne

Halt, wer wird denn gleich in seiner Gier durchdrehen und seine(n) Wertpapierberater(in) telefonisch belästigen? Bedenke, du bist hier auf einem Realsatire-Blog. Börsengewinne fallen nicht vom Himmel und jeder Tag ist wie ein dramatisches Münzewerfen. Mal kommt die Zahl, dann wieder die Zahl. Es ist nicht so einfach wie man meinen könnte. Die Corona-Krise macht darüber hinaus alles noch viel undurchschaubarer. Dick und Doof, also Wurst-Peterchen und Bazooka-Olaf, haben die Märkte dermaßen mit Geld zugeschissen, dass sich eine seriöse Analyse über den Zeitpunkt des überfälligen Crashs nahezu verbietet. Und unser Finanz-Buddha hat noch viel mehr Geld in der Hinterhand. Gut, es ist nicht sein Geld. Natürlich nicht. Es ist…

Börse unter Druck

…dein Geld. Unser Geld! Es sind deine zukünftigen Schulden, unsere zukünftigen Schulden. Es wurde schon immer alles teurer. Nun wird’s eben alles noch viel, viel teurer. Und vor allem immer schneller teurer. Unsere Kinder und Enkelkinder sollen es alle mal besser haben als wir, stimmt’s? Nein? Die Regierungskoalition hat prophylaktisch schon mal einen neuen Arbeitskreis gegründet. Einzige Aufgabe: Erfinden und Implementieren neuer Steuer- und Abgabenarten. Aber bitte nicht für die Oberschicht. Die leiden schon genug an ihren hart erarbeiteten Spekulationsgewinnen.

Gib’ mir noch einen aus der Buddel!

Nein, die Kohle muss wie gehabt vom Mittelstand und dessen Unterbau gestemmt werden. So war es schon immer. So soll es, bitteschön, bleiben. Warum Altbewährtes in Frage stellen? Die bereits abgewirtschafteten Altparteien haben dank Corona noch mal einen tüchtigen Schluck aus der Umfragepulle nehmen dürfen. German Angst feiert fröhliche Urständ’. Von nix, kommt sehr viel! Wie schön. Friedrich der Große von der weltmächtigtsen NGO Blackrock ist auch wieder im Rennen. So sei es!

Bleibt eben alles wie gehabt. Und das Wahlvolk in Form wohlgenährter Schäfchen auf der grünen Weide grast ohne Murren weiter. Volker Pispers und Georg Schramm haben bereits resigniert ihre Handtücher geworfen, um den Depressionen im letzten Viertel ihres kostbaren Lebens nicht zu viel Macht zu überlassen. Wer will es ihnen verdenken? Und welche(r) Kabarettist(in) haut als Nächste(r) in den Sack? Man möchte es eigentlich gar nicht wissen, sondern ihnen zurufen: “Haltet durch! Schwarz/Grün wird euch bald Stoff ohne Ende liefern!”

Aktienmärkte

Noch mal kurz zurück zur Raabler-Corona-Formel für gigantische Börsengewinne. Es gab mal eine Zeit an den Aktienmärkten, da reagierte die versammelte Händlerschaft auf dem digitalen Parkett auf bestimmte Kriege, Terroranschläge, Naturkatastrophen oder Pandemien demutsvoll mit nicht geringen Kursabschlägen. Zumindest über einen gewissen Anstandszeitraum. Um sich dann irgendwann wieder zu erholen. Klar.

Börsengwinne stinken nicht! Oder doch?

Heute spart man sich diesen sentimental-unproduktiven Altruisten-Müll. Und lässt ohne Atempause hirnlos und ungeniert die Sau raus. Anlage suchendes Kapital ist bis zum Erbrechen vorhanden. Was scheren uns da die paar Corona-Toten? Im Gegenteil: Jeder neue Rekord in Sachen Inzidenz und Mortalität führt unweigerlich zu neuen Kursrekorden. Und falls der arme DAX zwischendurch mal schwächeln sollte, könnte man doch mit gut getimten Massenentlassungen wieder für prächtige Stimmung sorgen.

Dahinter steckt ein leider sehr perverses System. Deutlicher kann es die Finanzwelt nicht dokumentieren, wie scheißegal ihr abertausende Menschenleben auf der ganzen Welt sind. Show must go on. Und: Geld stinkt nicht! Doch, es stinkt! Hoch zum Himmel hinaus! Der Raabler fordert zumindest für diesen Bereich eine extra-saftige CO₂-Steuer. Darf doch alles nicht wahr sein…

“Bei der nächsten Sintflut wird es keine Arche Noah geben.”
(Hans Habe, österreichisch-amerikanischer Journalist u. Schriftsteller, 1911-1977)

Raabler-Blogpost:
So funktionieren die Aktienmärkte

Raabler-Web-Tipp:
Wie funktioniert die Börse? (SWR)

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