Adam & Eva

Bund plant 100 neue Frauenhäuser

In Zeiten von Corona: Deutschland braucht mehr Frauenhäuser

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Wie der zynische Raabler bereits mehrfach in seinen Blogbeiträgen erwähnte, sind Krisen nie nur schlecht. Sie bergen immer wieder Chancen auf Verbesserungen. Aktuelles Beispiel: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiiert auf Druck von Ministerin Dr. Franzi Goofy den zügigen Bau neuer Frauenhäuser. 100 anonyme Adressen mit Aufnahmekapazitäten zwischen 50 und 125 Zimmern gehen in die Vorplanung. Maßgeblich für die volumenmäßige Verteilung auf die 16 Bundesländer ist der jeweilige Bevölkerungsschlüssel. Unabhängig von Corona eine lobenswerte Idee mit Weitblick.

Denn häusliche Gewalt gab es schon in den “guten Zeiten” vor der Pandemie mehr als genug. Mit entsprechenden Notrufen an Polizei, Jugendamt, Frauenbeauftragte, psychiatrische Serviceeinheit, Amtsgericht, Arztpraxis und Krankenhaus. Corona hat dem üblen Treiben noch einmal eine Schippe drauf gesetzt. Eine Armee von Spezialkräften ist mit nichts anderem beschäftigt, als tagtäglich dem Elend innerhalb der kleinsten Keimzelle einer Gesellschaft – der Familie – in die hässlichen Augen zu schauen.

Was Frauenhäuser mit Krieg zu tun haben

Monetär betrachtet üben die Ausgaben für diesen gigantischen Beschäftigungsapparat sogar einen positiven Einfluss auf die Berechnung des Bruttosozialprodukts aus. Den gleichen positiven Effekt hätte im übrigen auch eine theoretische Wiederaufbauphase nach dem nächsten Weltkrieg. Das nur mal zur kruden Wohlstandssystematik eines kapitalistischen Wirtschaftssystems wie dem unseren. Aber kann/sollte uns das in diesen Zeiten des Zusammenbruchs auf fast allen Ebenen ein Trost sein?

Quarantäne

Nein! Aber wie kommt der Raabler jetzt auf den Kriegsvergleich? Ach, ja, die häusliche Gewalt. Ist ja auch so eine Art Krieg. Im Kleinen. Kleinkrieg sozusagen. Ein ungleicher Wettkampf, in dem der Steinzeitmann mit der Kraft für zwei Hinkelsteine allein aufgrund seiner physiologischen Eigenschaften der Frau haushoch überlegen ist. Es sei denn, Mann ist verheiratet mit Püppchen wie Susianna Kentikian, Regina Halmich, Ina Menzer oder Dr. Christine Theiss. Aber solch’ ein Glück können eben nur wenige Auserwählte haben.

Gott hat es so gewollt

Dennoch sollte Mann sich ein Beispiel an Ihnen nehmen. Wären die Waffen zwischen den Geschlechtern nämlich gleich verteilt, würde Mann die Chance des körperlosen Austausches von Sachargumenten viel öfter und intensiver in Anspruch nehmen. Gott hat es offenbar anders gewollt. Frauen müssen sich mit der Rolle der verbalen (manchmal aber auch echten) Giftmischerin abfinden. Immer mehr Männer sind damit intellektuell überfordert, greifen nicht zur “HB” sondern zu gröberen Mitteln.

Tatort eigenes Zuhause

Ermutigt werden sie unbewusst von den vielen Gewaltformaten im deutschen Fernsehen oder bei den immer beliebteren Streaminganbietern. Amateurhafte Auswertungen seitens des Raablers ergaben: Wer theoretisch an einem Tag sämtliche Filme im TV inklusive der Mediatheken konsumiert, wird mit durchschnittlich 586 Morden, Totschlägen und Vergewaltigungen belohnt. Zu den höchsten christlichen Feiertagen an Ostern und zu Weihnachten steigt die Zahl auf über 800. Orks und Zombies mal außen vor gelassen. Das macht Sinn.

Frauenhäuser als Zeichen einer modernen Gesellschaft

Der Raabler möchte die Gelegenheit nutzen und sich bei den verantwortungsbewussten Programmgestaltern für den kostenlosen Nachhilfeunterricht in Sachen Problemlösungskompetenz bedanken. Nur Tote beleben die Quote. Schon klar. Und man fragt sich zurecht: Was war zuerst da? Die Gewalt in der Gesellschaft oder die Texte von Rammstein? Die Antwort dürfte eindeutig ausfallen. Gut, dass im wirklichen Leben immerhin mehr Menschen bzw. Frauen das Beziehungsmassaker überleben.

Ehepaar im Streit

Zum Preis von Knochenbrüchen, Schnittwunden, Prellungen, Verstauchungen und Hämatomen. Von den seelischen Verwundungen mal ganz zu schweigen. Logisch, dafür braucht eine moderne, aufgeklärte Gesellschaft eben Frauenhäuser. Fortschritt muss sein. Stillstand bedeutet Rückschritt. Man(n) kann die Initiative von Frau Dr. Goofy nur begrüßen. Die Bauwirtschaft dürfte nicht unerheblich von diesem staatlichen Ausgabenprogramm profitieren. Gutes Timing!

Aber bitte mit Sahne…

Tja, und wenn man jetzt noch bedenkt, dass die fußballlose Zeit wegen des Corona-Virus immer weiter nach hinten verschoben wird und parallel dazu die Freudenhäuser (nein, nicht die Frauenhäuser) ihre einfühlsamen Pussys zum Nichtstun verdammen, dann braut sich da was zusammen. Mann, Mann, Mann! Franzi, leg’ los!

Zum guten Schluss noch das obligatorische Sahnehäubchen. Man soll eine Geschichte ja immer mit einem Schuss Optimismus beenden…

Wegen der erzwungenen häuslichen Quarantäne stehen sich dieser Virus-Tage zwei Meinungslager unversöhnlich gegenüber. Die einen behaupten, es kommt in ca. neun Monaten aus purer Langeweile eine Babyschwemme auf uns zu. Die anderen bleiben dem Blogpost-Thema treu und sagen eine bedrohliche Vervielfachung innerfamiliärer Konfliktlagen voraus. Wie so oft liegt die Wahrheit in der goldenen Mitte. Das possierliche “Alpha unter den Realsatieren” konstatiert: Das eine muss das andere ja nicht ausschließen, oder?

Es reicht, Raabler! Setzen! SEX!

“Gewalt ist das Problem, als dessen Lösung sie sich ausgibt.”
(Friedrich Hacker, amerikanisch-östereichischer Psychoanalytiker, 1914-1989)

Raabler-Blogpost:
Zu doof für diese Welt!

Raabler-Web-Tipp:
Letzter Ausweg: Frauenhaus

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