Gesellschaft

Cyberkrieg: Gamer an die Front!

Cyberkrieg

Hat du dich auch schon mal gefragt, warum sich in den letzten Jahren auf jeder Gamer- und Spielemesse im In- und Ausland vermehrt hochrangige Minister und sogar Staatsoberhäupter blicken lassen? Weil sie selber am Computer daddeln und rumzocken? Eher nicht. Weil sich deren eigener Hochbegabten-Nachwuchs ständig mit dem Zeugs beschäftigt und sie endlich von offizieller Seite einen kompetenten Einblick in diese Parallelwelt erhaschen möchten? Schon eher. Der wahre Grund: Es geht um den Cyberkrieg der Zukunft.

Kriegerische Auseinandersetzungen werden zukünftig nicht mehr mittels gigantischer Panzer- und Luftschlachten mit abertausenden von Soldaten ausgetragen. Nein, der einstmals von den Militärs so geliebte wie idiotische Abnutzungskrampf – zu Wasser, zu Lande, zu Luft – wird demnächst endgültig zu Grabe getragen. Bravo, Raabler, was für eine Metapher. An seine Stelle wird selbstbewusst der ressourcenschonende wie klimafreundliche Cyberkrieg treten. Applaus!

E-Sport

“Hast du mal einen Leo für mich?”

Es geht in Riesenschritten voran. Der Mensch ist entgegen allen Unkenrufen doch lernfähig. Nur haben es noch nicht alle ganz begriffen. Beispiel: Was verbindet im Geiste die Rüstungs- mit der Autoindustrie? Richtig, beides Wirtschaftszweige, in denen deutsches Know-How weltweit gefragt ist. Die einfältigen Produzenten wollen jedoch partout nicht einsehen, dass das “Alte” gar nicht mal so langsam, dafür mit absoluter Sicherheit, den berühmten Bach runtergeht.

Verzweifelt werden im Nostalgie-Look Verkaufsmessen für Kriegsmaterial abgehalten, die außer romantischen Schwelgereien über sinnbefreite Konfrontationen mit pervers hohen Opferzahlen nichts Vernünftiges ans Tageslicht befördern. Wie heißt so schön: “Reite niemals ein totes Pferd!” So weit die graue Theorie. Nach wie vor wird auf diesen Treffen der ewig Gestrigen jede Menge Geld ins Spiel gebracht. Die OPEC-Länder sind da ganz vorne mit dabei. Welch’ Überraschung!

Ein junger Gamer in seinem Element.

Eine Bühne für den Cyberkrieg

Wer’s nicht glaubt, klicke bitte auf den nachfolgenden Link, der das Raabler-Genre Realsatire perfekt ins rechte Licht rückt: Ralf Kabelka auf der Waffenmesse in Abu Dhabi. Ja, da staunst du, was? Das ist eine der vielen Parallelwelten, in der wir nichts weiter als Zaungäste sind. Man muss eine gewisse Art von Verständnis für diese Art von Spiele-Messen aufbringen, wenn man das Ur-Wesen des Menschen nicht gänzlich verleugnen möchte.

Wie gesagt: Haufenweise Kohle wird zur Befriedigung eines mörderischen Spieltriebs in moderne und gleichzeitig alte Technologie verbraten. Viel Pyro, Donner, Knall und Nebel. Für nichts und wieder nichts. Diesen Part haben doch jetzt Musikantenstadl-Gruppen wie Rammstein erfolgreich in ihre Bühnenshows integriert. Stiftet alle Mal mehr Sinn, als die reine Vermarktung des Todes. Oder wollt ihr doch lieber das “Bett in Flammen sehen?”

Zerstören ist uns ein Bedürfnis

Nein, im modernen Zeitalter eines außer Rand und Band geratenen technologischen Fortschritts gilt es, ein Optimum an kühler Effizienz zum Einsatz zu bringen. Größtmögliche Wirkkraft auf Humankapital und anderweitige Materie ist angezeigt. Homo oeconomicus: Mit möglichst geringem Aufwand ein Höchstmaß an Bedürfnisbefriedigung erlangen. Wenn es denn den Menschen ein Bedürfnis ist, zu töten und zu zerstören.

Krieg als Computerspiel

Aber daran gibt es leider keinen Zweifel. Unser einstiger Polit-Charmeur, westlicher Führer und Friedensnobelpreiträger – Barack Obama – begab sich in seiner Amtszeit ganz ungeniert in eine Art von Vorreiterrolle. Schon frühzeitig erkannte und schätzte er die Vorzüge des Joystick gestützten Drohnenkrieges vom Homeoffice aus. Und dass, ohne jemals überhaupt nur ansatzweise an Corona zu denken. Guter Mann!

Cyberkrieg: Gamer an die Homeoffice-Front!

Für nunmehr aufgeklärte Raabler-Fans kein Wunder mehr, wenn die Gamer-Branche von allen Seiten hofiert wird. Es geht nicht um pure Freizeitgestaltung. Es geht um die Verteidigung westlicher Werte gegenüber den Cyborgs aus dem Osten. Vor diesem Hintergrund können wir als Gesellschaft gar nicht genug in die qualifizierte Ausbildung hoffnungsvoller Streaming-Talente investieren.

Nur so hat man im unausweichlichen Cyberkrieg eine reelle Chance. Der Raabler hat darum allergrößtes Verständnis, wenn der Baller-Nachwuchs an den Konsolen von den üblichen Verpflichtungen wie Schule, FSJ, Studium und sonstigem Schnickschnack befreit wird. Auch das lästige Finanzamt sollte mal bei den exorbitant hohen Einkünften der Experten-Jungspunde Zurückhaltung üben.

Klarnamen

Da gab es in der jüngeren Vergangenheit schon die ersten vielversprechenden Ansätze. Weiter so! Denn wie sagt man heute so schön: “Wichtig ist auf’m Screen!”
Der Raabler hätte es nicht besser formulieren können.
Gute Nacht! Und träumt recht schön!

“Leute, die zu nichts fähig sind, sind zu allem fähig.”
(John Steinbeck, amerikanischer Schriftsteller, 1902-1968)

Raabler-Blogpost:
Oh, www! Störungen? Welche Störungen?

Raabler-Web-Tipp:
Logopädie für Internet-Opfer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.