Gesellschaft

Fahrrad fahren macht Spaß

Mit dem Fahrrad unterwegs

Welche Messinstrumente zur Bestimmung und Bedeutung von Werten innerhalb einer Gesellschaft stehen uns zur Verfügung? Welche Rolle spielen z.B. Toleranz, soziales Verhalten, Fairness und gegenseitige Rücksichtnahme? Sind diese Tugenden Allgemeingut oder werden Sie lediglich von einer bestimmten Schicht vorgelebt, aber bei allen eingefordert? Gibt es vielleicht sogar Wertekonjunkturen oder -zyklen, die mit dem wirtschaftlichen Wohlergehen einer Nation korrespondieren, somit als Höhen und Tiefen bis in die kleinsten Kapillaren der menschlichen Existenz vordringen?

Lohnt es sich, noch weiter über solch theoretisches Geschwafel nachzudenken? Natürlich nicht. Wir sind hier ja nicht bei „Scobel“. Wenn wir wissen wollen, wie es aktuell um das Miteinander in unserer modernen, globalisierten Welt bestellt ist, reicht ein schlichter Indikator völlig aus:

Über den Umgang mit den Fahrradfahrern…

…auf unseren Wegen und Straßen. Bei den Recherchen zu diesem brisanten Thema brauchte sich der Raabler nur des eigenen Erfahrungsschatzes zu bedienen – und dem seiner besten Lebensgefährtin von allen. Beide reißen jährlich so einige tausend Kilometer als „vegane Reiter“ (Olaf Schubert) auf dem Fahrrad ab und werden zwangsläufig mit der einen oder anderen kuriosen Begebenheit im Zwischenmenschlichen beglückt.

Fahrradurlaub in Kopenhagen

Vorab schon mal gesagt: Es ist reichlich Druck auf dem Kessel und wenn „Mutti“ sagt, „es geht uns gut in Deutschland“, dann darf man ihr glauben, muss es aber nicht. Wie folgende Beispiele des Nörgelns, Pöbelns, der Aggression und des puren Hasses eindrücklich zu Tage fördern:

Das freundliche Rentner-Ehepaar A:
“Unglaublich, diese Fahrradfahrer!“

Der Raabler fährt mit seinem Fahrrad vorschriftsmäßig auf dem Fahrradweg, nur ahndungswürdig auf der linken statt der rechten Straßenseite. Auf dem Fußweg links vom Fahrradweg spaziert ein gut gelauntes Rentnerehepaar zufrieden vor sich hin. Der Raabler fährt im angemessenen Tempo und einem Abstand von ca. einem Meter vorbei. Es entspinnt sich nachfolgender freundschaftlicher Dialog:

Rentner: „He, junger Freund, falsche Seite! Sie gefährden sich und andere!“
Raabler: „Entschuldigen Sie, aber ich wollte nur 15 Meter weiter zum Geschäft auf der linken Seite.“
Rentner: „Trotzdem hätten Sie mit Ihrem Fahrrad auf der anderen Straßenseite fahren müssen, um dann auf gleicher Höhe die Straße zu queren. Ist doch nicht so schwer zu begreifen, Sportskamerad, oder?“
Raabler: „Nein, vielen Dank für den Hinweis!“
Rentner: „Unglaublich, diese Fahrradfahrer.“
Frau des Rentners: „Hans, reg’ dich nicht auf, nützt doch nichts.“
Rentner: „Man wird doch wohl mal was sagen dürfen!?“

Das freundliche Rentner-Ehepaar B:
“Nun werden Sie mal nicht pampig hier!“

Der Raabler fährt mit seinem Fahrrad vorschriftsmäßig auf dem Fahrradweg. Auf dem Fußweg rechts vom Fahrradweg spaziert ein gut gelauntes Rentnerehepaar zufrieden vor sich hin. Der Raabler fährt im angemessenen Tempo und mit reichlich Abstand in Richtung Bahnhof vorbei. Es entspinnt sich nachfolgender freundschaftlicher Dialog:

Rentner: „He, Freundchen, geht’s auch langsamer mit dem Fahrrad?“
Raabler: „Entschuldigen Sie bitte, aber ich fahre gerade mal 15 km/h.“
Rentner: „So? Das kommt mir aber schneller vor!“
Raabler: „Ich hab’ Tacho.“
Rentner: „Und der scheint offensichtlich nicht zu funktionieren!“
Raabler: „Doch!“
Rentner: „Nun werden Sie mal nicht gleich pampig hier!“
Raabler: „Ich bin nicht pampig!“
Rentner: „Doch, das sind Sie!“
Frau des Rentners: „Herbert, denk’ an deinen Blutdruck.“
Rentner: „Ich hab’ Puls wann ich es will!“

Fucking Multitasking Moms: Auf dem Fahrrad

Szenario wie im vorherigen Beispiel. Nur plötzlich biegt das Ehepaar völlig überraschend und ohne nach links bzw. hinten zu gucken auf den Fahrradweg ab. Der Raabler ahnt die Situation voraus und macht eine spontane Vollbremsung. Fast hätte er sich bei den rasch und heftig zupackenden Scheibenbremsen überschlagen. Alles gut gegangen, nur das rechte Handgelenk schmerzt durch das abrupte Stoppen. Es entspinnt sich nachfolgender freundschaftlicher Dialog:

Rentner: „He, junger Freund, müssen Sie denn mit Ihrem Fahrrad so rasen?“
Raabler: „Entschuldigen Sie, aber ich bin nicht gerast.“
Rentner: „So? Und warum haben wir Sie nicht gesehen?“
Raabler: „Weil Sie ohne zu gucken auf den Fahrradweg abgebogen sind.“
Rentner: „Guck’, Hannelore, jetzt sollen wir also noch Schuld sein.“
Raabler: „Ich hab’ doch gar nichts gesagt.“
Rentner: „Gesagt haben Sie nichts, aber gedacht haben Sie’s!“
Raabler: „Ich habe nichts gedacht.“
Rentner: „Ach, hören Sie mir auf!“
Raabler: „Es ist doch alles gut gegangen. Kein Grund zur Aufregung.“
Rentner: „Ich rege mich nicht auf, junger Mann!“
Frau des Rentners: „Hermann, lass’ gut sein.“
Rentner: „Hannelore, halt du dich da raus!“
Raabler: „Schönen Tag, noch.“
Rentner: „Ach, hören Sie doch…!“

Der freundliche Rentner C denkt:
„Schade, dass der sich nicht richtig auf die Fresse gelegt hat.“

Der Raabler fährt unerlaubterweise auf dem Fußweg, weil es auf beiden Straßenseiten keinen Radweg gibt. Er fühlt sich mit seinem Fahrrad auf dem Fußweg sicherer als auf der verkehrsreichen Straße im Feierabendverkehr. Der Fußweg ist breit und bietet Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer. Es ist nur ein kurzes Stück bis zur Ampel, die in das Wohngebiet führt. Den Fußweg hat er für sich allein.

Das ändert sich sogleich, als ein älterer, gut gelaunter Herr über die Fußgängerampel spaziert und dem Raabler auf dem Fußweg vorschriftsmäßig entgegen kommt. Aus Sicht des Raablers sind es noch ca. 25 Meter bis zum Erreichen der Fußgängerampel. Er traut seinen Augen nicht, als er bemerkt, dass der ältere, gut gelaunte Herr sich ohne Grund zunächst in die Mitte des Fußweges bewegt um sodann vollständig auf Rammkurs einzuschwenken.

Der Raabler ahnt, dass es nur eine Chance gibt, einen Zusammenprall zu vermeiden: Mit dem sportlichen Fahrrad sofort runter vom Weg durch abruptes Bremsen. Es folgt ein akrobatischer Sprung von der leider an dieser Stelle ungünstig hohen Bordsteinkante auf die Straße, auf der zum Glück gerade kein Auto vorbei kommt. Der Raabler verliert das Gleichgewicht, kann aber einen schlimmen Sturz im letzten Moment mit allerletzter Kraft und Geschicklichkeit vermeiden. Beide Arme und Handgelenke schmerzen durch den Beinah-Aufprall.

Autofreie Innenstadt in Hamburg

Es entspinnt sich kein Dialog. Der Raabler ist geschockt und fassungslos zugleich. Er meint, lediglich ein verbittertes, aggressives Vor-sich-Hin-Murmeln des gut gelaunten, älteren Herren vernehmen zu können und malt sich aus, welche Worte es gewesen sein könnten:

Rentner: „Schade, dass sich der Sportsfreund mit seinem Fahrrad nicht richtig auf die Fresse gelegt hat. Hätte ich mir gerne angeschaut. Vielleicht noch zusätzlich ein Touchieren im Fallen mit einem PKW oder besser LKW? Das wäre sehr schön gewesen und hätte mir den Tag gerettet. Aber, gut, man kann nicht alles haben. Erschrocken hat er sich. Und der wird hier niemals mehr auf dem Fußweg fahren. Erziehung tut Not bei den jungen Leuten. Haben doch alle keine Werte mehr. Früher…“

Der Raabler denkt sich: Was für eine arme Wurst. Wie kann man nur so frustriert sein mit seinem Leben, dass man die Gesundheit anderer so mies auf’s Spiel setzt. Es war doch reichlich Platz für alle auf dem Fußweg. ARSCHLOCH!!

Der Raabler fährt mit seinem Fahrrad unerlaubterweise ein kurzes Stück auf dem Fußweg aus der Innenstadt heraus in Richtung Seniorenresidenz. Er will vom Fußweg auf die Straße wechseln, zieht jedoch im letzten Moment zurück, weil er aus den Augenwinkeln ein von hinten heranfahrendes Auto bemerkt. Puuuh, das hätte grad eben richtig scheppern können. Wahrscheinlich ist dem Autofahrer ebenfalls der Schreck in die Glieder gefahren. Kurzes gegenseitiges Abwinken zwischen Auto- und Fahrradfahrer signalisiert: Alles klar! Noch mal gut gegangen.

Das findet die ältere Dame D aber nicht

Der Raabler fährt leicht zitternd und mit stark erhöhtem Puls im Schritttempo auf dem Fußweg weiter. Da kommt ihm eine ältere, gut gelaunte Dame zu Fuß entgegen. Sie belehrt ihn mit dem freundlichen, aber gleichzeitig den blanken Hass unterdrückenden Satz:

Ältere Dame: „Sie wissen aber schon, dass das hier kein Fahrradweg ist, oder?
Raabler: „Ja, das weiß ich.“
Ältere Dame: „So? Also. Und warum fahren Sie dann auf diesem Weg?“
Raabler: „Sie haben aber schon gesehen, dass ich eben fast von einem Auto gerammt wurde, als ich mich vom Fußweg auf die Straße begeben wollte?“
Ältere Dame: „Nein, das habe ich nicht gesehen.“
Raabler: „Ich glaube aber doch. Eigentlich müssten Sie’s gesehen haben.“
Ältere Dame: „Wie dem auch sei, Sie haben hier mit Ihrem Fahrrad nichts zu suchen.“
Raabler: „Ich weiß, aber wäre es Ihnen lieber gewesen, wenn ich eine Kollision mit dem Auto gehabt hätte?“
Ältere Dame: „Das ist Ihr Problem. Hier ist ein Fußweg und kein Fahrradweg.“
Raabler: „Es ist Platz für uns alle auf diesem Weg und Ihnen wäre ein Unfall mit Verletzten lieber gewesen? Kann ja wohl nicht angehen!“
Ältere Dame (grinst apathisch): Wie gesagt, Sie sollten jetzt schnell auf der Straße weiterfahren. Und beim nächsten Mal…“
Raabler: „Ich weiß. Es ist einfach unglaublich, was man sich hier am hellichten Tag für eine Scheiße anhören muss! Einfach nur zum Kotzen!“

Beim letzten Satz des Raablers war die wohlerzogene ältere Dame schon etwas weiter entfernt. Er konnte jedoch mit 100%iger Sicherheit davon ausgehen, dass die ihr zugedachten Worte nicht ungehört verhallten. In seiner Phantasie hörte er die Fußgängerin vor sich hersagen: „Hach, endlich mal einen Kontakt heute mit einem Menschen. Habe so lange mit niemanden mehr gesprochen. Und besser ein Scheiß-Gespräch als gar keins.“
Wo sie recht hat…

Klimawandel

Der Raabler fährt mit dem Fahrrad über ein verkehrsberuhigtes Wohngebiet in Richtung Altstadt. Der Weg ist für Fußgänger als auch Fahrradfahrer freigegeben. Kurz vor einem Tunnel läuft auf der rechten Seite eine etwas ältere Fußgängerin. Der Raabler überholt zügig und mit ausreichendem Abstand, um möglichst schnell wieder auf die rechte Seite einzuschwenken – der Gegenverkehr ist an dieser Stelle nur unzureichend einsehbar.

Ältere Dame: „Meine Güte, haben Sie mich erschreckt. Können Sie nicht klingeln?“
Raabler: „Hätt’ ich machen können, ich wollte Sie nicht unnötig erschrecken.“
Ältere Dame: „Aber dann bitte beim nächsten Mal, junger Mann! So viel Zeit muss sein. Und ich bin nicht schreckhaft.“
Raabler: „Ok, mach’ ich.“

Die gleiche freundliche Rentnerin E: „Was haben Sie mich mit Ihrer blöden Klingel erschreckt!“

Gleiche Situation, am selben Vormittag. Nur der Fahrradfahrer ist diesmal ein anderer.

Ältere Dame: „Meine Güte, haben Sie mich mit Ihrer blöden Klingel erschreckt.
Biker: „Entschuldigung.“
Ältere Dame: „Sie müssen ja nicht gleich klingeln, ein kurzes Wort hätte auch gereicht.“
Biker: „Ok, mach’ ich. Beim nächsten Mal.“
Ältere Dame: „Ja, das sagen Sie immer alle – hinterher.“

Der freundliche Smartphone-Besitzer F: „Kannste nich klingeln?“

Der Raabler fährt mit seinem Fahrrad nach 20 Uhr durch die Fußgängerzone seiner Heimatstadt. In der großzügigen Einkaufsstraße wäre theoretisch Platz für 4 Fahrräder – nebeneinander. Er überholt im gemäßigten Tempo einen jungen Mann (Anfang 20) der gerade mit seinen nagelneuen Kopfhörern mitten auf dem Weg spaziert. Der Raabler klingelt vorsichtshalber zweimal, weil er nicht wissen kann, ob der junge Mann gerade Musik hört. Und wenn ja, in welcher Lautstärke. Oder sind die Kopfhörer in diesem Moment reine Zier, weil ohne Geräuschzufuhr? Man weiß es nicht.

Junger Mann: „Eh, Allda, kannste nich klingeln, oder was?“
Raabler: „Ich hab’ geklingelt, zweimal sogar!“
Junger Mann: „Eh, Allda, hast du was gesagt?“
Raabler: „Musst schon deine „Dr. Dre“ absetzen.“
Junger Mann: „Eh, Allda, was hast du gesagt?“
Raabler (grinst): „Ist schon gut.“
Junger Mann: „Eh, kauf’ dir mal’n neues Fahrrad, Allda.“
Raabler: „Danke für den Tipp.“
Junger Mann: „Spast!“

Der Raabler fährt mit Mountainbike und gedrosseltem Tempo auf einen Zebrastreifen zu. Um auf diesen zu gelangen, müssen sich die Menschen auf beiden Seiten der Straße jeweils durch zwei versetzte Stahlbügel hindurch manövrieren. Fußgänger wie Fahrradfahrer sollen auf diese Weise dazu bewogen werden, Tempo raus zu nehmen und stattdessen den Verkehrsfluss zu beobachten. Fahrradfahrer müssen ohnehin vom Sattel steigen und ihr Fortbewegungsmittel schiebend über die Straße führen. So die Theorie. Die Praxis offenbart im fünften Teil der Serie eine gänzlich andere Logik.

hvv

Szenario 1: Raabler fährt ohne vom Rad zu steigen, aber unter Beibehaltung höchster Aufmerksamkeit im angepasst gemäßigtem Tempo über den Zebrastreifen. Während auf der einen Straßenseite kein Auto warten muss, braust auf der anderen ein freundlicher, älterer Mercedes-SUV-Fahrer heran und stoppt abrupt. Er tut offensichtlich so, als wenn er den Raabler seit über 50 Metern nicht bereits sehen konnte. Die Scheibe fährt herunter:

Älterer Mercedes-Fahrer (grinst verächtlich): „Sie wissen schon, dass Sie sich mit Ihrem Rad verkehrswidrig verhalten, junger Freund?“
Raabler: „Sie haben mich doch schon lange gesehen, oder nicht?“
Älterer Mercedes-Fahrer: „Darum geht es hier gar nicht, Sportskamerad!“
Raabler: „Sondern worum dann?“
Älterer Mercedes-Fahrer: „Sie haben Ihr Rad über den Zebrastreifen zu schieben. Stattdessen rasen Sie ohne zu gucken einfach rüber.“
Raabler: „Ich rase doch überhaupt nicht ohne zu gucken.“
Älterer Mercedes-Fahrer: „Jetzt wird der Herr auch noch frech. So geht’s nicht, Freundchen!“
Raabler (winkt zum Abschied)

Szenario 2: Raabler fährt im angepasst gemäßigtem Tempo an den Zebrastreifen heran und steigt vom Rad, um die Straße vorschriftsmäßig zu Fuß zu überqueren. Während auf der einen Straßenseite kein Auto warten muss, braust auf der anderen ein freundlicher U 40-BMW-SUV-Fahrer heran und stoppt abrupt. Die Scheibe fährt herunter:

BMW-Fahrer (guckt gestresst und genervt): „Meine Güte, so’n flottes Mountainbike und dann schieben?“
Raabler: „Ich weiß, aber Radeln übern Zebrastreifen ist verboten.“
BMW-Fahrer: „Also, ich hätte nichts dagegen, wenn…“
Raabler: „…ich ganz schnell wieder die Straße freigebe. Time is money, stimmt’s?“
BMW-Fahrer: „Stimmt!“
Raabler: „Werd’ nächstes Mal dran denken, versprochen.“
BMW-Fahrer (grinst): „Wir sind uns einig.“
Raabler (winkt zum Abschied)

Bei dieser kleinen aber feinen Auswahl des täglichen straßenverkehrlichen Miteinanders zwischen Fußgänger und Fahrradfahrer möchte es der Raabler belassen. Wie man sieht, greift einer seiner Lieblingssprüche auch zu diesem Thema: „Macht man’s verkehrt, ist’s auch nicht richtig!“

Keinesfalls möchte der Raabler dabei einer bestimmten Personengruppe auf die Füße treten, aber es lässt sich nicht leugnen, dass Rentner und Rentnerinnen ein besonderes – sagen wir mal salopp – Mitteilungsbedürfnis haben. Über Ursachen und Gründe lässt sich lediglich spekulieren. Eine z.B. durch materielle Unzufriedenheit hervorgerufene Aggressivität ist nach heutigem Ermessen fast auszuschließen, da die aktuelle Generation noch von einem akzeptablen Rentenniveau profitiert.

Rentner an einem kanarischen Strand

Bleibt also nur eine grundlegende Unzufriedenheit z.B. mit dem Altern an sich, dem Partner, fehlender Kommunikation, Einsamkeit, diesem und jenem Zipperlein und Gebrechen und vielleicht auch der puren Langeweile? Dürfen derlei Argumente als Legitimation für – gelinde ausgedrückt – unfreundliches Verhalten gegenüber harmlosen Pedalrittern herhalten? Nein, findet der Raabler. Dass es leider ein paar Idioten und Rowdys unter den Radlern gibt, dürfte jedem bekannt sein. Zum Glück bleiben die in der absoluten Minderheit. Also, was soll der ganze Zirkus?

Wenn der Raabler jetzt noch ein Rennrad besäße, dann würde er sich sogleich daran machen und eine Fortsetzung schreiben. Nämlich über die sensationell harmonische Beziehung zwischen Rennrad- und Autofahrer auf Deutschlands Straßen. Hier geht es noch ein wenig ruppiger zur Sache, aber es geht dabei ja auch um mehr: letzten Endes um nicht weniger als um Leben und Tod. Der Raabler hat fertig!

Und jetzt kommst du!

„Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe als sie verdienen.“

(Marie von Ebner-Eschenbach, Österreichische Schriftstellerin, 1830 – 1916)

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Hier schreibt die Zweirad-Expertin Andrea Reidl