Adam & Eva

Freundinnen im Gespräch: “Sag’ ich zu ihm…”

Freundinnen im Gespräch

Geht es nur dem Raabler so, oder hast du auch schon mal Frauen bzw. Freundinnen unfreiwillig beim Gespräch beobachten können, wie beide in ihrer Konversation das Personalpronomen “ich” und das Verb “sagen” überproportional oft strapazieren? Im Zug, im Flieger, im Bus, im Restaurant, in der Kneipe, im Café, beim Einkaufen – egal, überall tun sich allerlei Gelegenheiten für den geübten Betrachter menschlicher Verhaltensweisen auf. Gut, wie immer gibt es die bösen Zungen, die behaupten, für solch’ banale Erkenntnisse sei das Verlassen der heimischen Wohnung gar nicht nötig. Wie auch immer…

Raabler Rolfn enthält sich vorsichtshalber jeglicher Bewertung. Nur lustig ist es schon und es juckt ihm in den Fingern, seinen treuen Lesern einmal einen rein fiktiven Dialog zwischen zwei guten Freundinnen, wir nennen sie der Einfachheit halber “Freundin A” und “Freundin B”, zu präsentieren. Denke bitte daran, du bist auf einem Satire-Blog. Da darf ungehemmt übertrieben werden. Nur weiß der Leser im Einzelfall nicht immer zu 100 Prozent, ob tatsächlich eine Übertreibung vorliegt. Das ist zu 100 Prozent so gewollt. Herrlich, diese Unsicherheiten. Der Raabler liebt das. Und schon geht’s los.

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Freundinnen beim Kaffeeklatsch

Freundin A: “Hallo B., ich freu’ mich, dass es so spontan mit uns geklappt hat.”
Freundin B: “Ach, A., ich freu’ mich auch. Wurde ja auch mal Zeit.”
Freundin A: “Sach mal, wie lang’ ist das jetzt eigentlich her?”
Freundin B: “Ich sag’ mal mindestens 6 Monate.”
Freundin A: “Oh, Mann, wie die Zeit vergeht.”
Freundin B: “Stimmt. Sag’ mal wie geht’s dir denn so?”
Freundin A: “Ich sach mal so, es könnte besser sein.”
Freundin B: “Da sagst du was.”
Freundin A: “Soll ich’s dir sagen?”
Freundin B: “Klar, erst du, dann ich.”
Freundin A: “Also, bevor ich vorhin losgefahren bin, hatte ich Moritz angerufen, um ihm zu sagen, dass ich mich heute mit dir treffe.”
Freundin B: “Und, was hat er gesagt?”
Freundin A: “Da sagt der doch zu mir, dass er mich ausgerechnet heute mal eher von der Arbeit abholen wollte, um mich zum Essen einzuladen.”
Freundin B: “Das hat er gesagt?”
Freundin A: “Das hat er gesagt.”
Freundin B: “Und, was hast du daraufhin zu ihm gesagt?”
Freundin A: “Ich sach, Moritz, das ist doch wohl nicht dein Ernst, oder?”
Freundin B: …
Freundin A: “Nie sagst du mal etwas in dieser Richtung, und dann, wenn ich dir sage, dass ich mich spontan mit einer guten Freundin treffen möchte, dann…
Freundin B: “…ich kann mir denken, was er dir gesagt hat.”
Freundin A: “Na, sag’.”

Dr. Raabler Nörgelstudio

Freundin B: “Er hat gesagt, dass er dir das schon vor einer Woche gesagt hat, dass er ausgerechnet heute mit dir ausgehen wollte.”
Freundin A: “Das hat er tatsächlich gesagt, zumindest in der Art, ja.”
Freundin B: “Hab’ ich’s nicht gesagt?
Freundin A: “Du sagst es.”
Freundin B: “Und jetzt willst du mir sagen, dass er dir ein schlechtes Gewissen einreden wollte, um dir den Nachmittag mit mir ein wenig zu vermiesen. Dabei könnt’ ihr euch immer noch zum Abendessen treffen. Männer!”
Freundin A: “Ich kann dir sagen. Sag’ ich genau das zu ihm, was du mir eben gesagt hast. Sagt er zu mir, dass ich ruhig mal zugeben könnte, dass ich das vergessen habe, was er mir vor kurzem gesagt hatte. Sag’ ich zu ihm, dass es ihm nicht zustünde, so etwas zu sagen, denn wer von uns beiden vergisst denn wohl ständig das, was der andere ihm sagt?”
Freundin B: “Und was sagt er?”
Freundin A: “Sagt er natürlich, dass das nicht stimmt.”
Freundin B: “Ich sag’s ja, die Männer.”

Männer nehmen Frauen die Luft zum Atmen.

Freundin A: “Ich sach zu ihm, dass er nicht solche Sachen sagen soll. Ich jedenfalls würde ihm niemals solche Dinge sagen, weil es auch einfach nicht stimmt.”
Freundin B: “Das sagst du, er sieht es naturgemäß anders, sach ich mal.”
Freundin A: “Ich sach, Moritz, du hättest es mir ruhig heute morgen beim Frühstück noch mal sagen können. Sagt er, ich würde von ihm auch erwarten, dass er sich Dinge, die ich ihm mal gesagt habe, gut merkt. Sag’ ichich sach…ja, du hast Recht…ich sach…aber bitte mach’ doch jetzt keinen Aufstand, nur weil ich das mal zu ihm gesagt hätte. Sagt er, sach mal, wer wäre denn derjenige von uns beiden, der hier immer einen Aufstand wegen jeder Kleinigkeit usw….ich kann dir sagenich war auf 180! Ich wollte noch was sagen, sagt er, sag’ jetzt nichts, Schatz!”
Freundin B: “Ich kann dich sehr gut verstehen. Soll ich dir mal was sagen?”

Nein, soll Freundin B jetzt nicht. Der Raabler erklärt diesen mit epochal wichtigen Inhalten gespickten Dialog zwischen zwei guten Freundinnen für beendet. Ist die Botschaft rüber gekommen?

“Frauen mögen gute Zuhörer, denn reden können sie selber.”
(Karl Schönböck, österreichischer Schauspieler, 1909-2001)

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