Sport

Geisterspiele: Niemand hat die Absicht…

Geisterspiele

Wann kapiert das endlich mal jemand? Der Bundesliga-Zirkus ist finanziell vollkommen unabhängig vom Goodwill der Pay-TV-Sender und der gleichermaßen biederen wie unerträglich geizigen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Ob normale Fußballfans oder Ultras – auch sie spielen entgegen landläufiger Meinung keine Geige in den Budget-Planungen der Fußball-Funktionäre. Das wurde bisher nur nicht so drastisch kommuniziert, um Frustrationen bei allen Beteiligten zu vermeiden. Wenn jetzt von führenden Epidemiologen und Politikern tagtäglich in penetranter Manier irgendwelche Geisterspiele vor leeren Rängen eingefordert werden, dann ist das nicht auf dem Mist der DFL gewachsen. Fakt!

Hotel Mama
“Moin, Herr Müller, als langjähriger HSV-Berichterstatter kann ich definitiv sagen, dass dieser Verein oft nur mit Humor zu ertragen ist. Sollte Niko Kovac nächstes Jahr tatsächlich HSV-Trainer werden, werde ich Sie zu einem Interview einladen. Versprochen!”
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Kluge vorausschauende Köpfe in den Chefetagen der Frankfurter Zentrale hatten nur rein vorsorglich schon einmal die Infrastruktur im Hinblick auf die Sicherheit des kickenden Personals, der Hygienestandards, der Quarantäne- und Desinformationsvorschriften sowie der notwendigen Corona-Pseudo-Testverfahren gelegt. Falls der Druck auf die Fortführung der BL-Saison per Geisterspiele unerträglich werden sollte. Die Jungs kennen ja zur Genüge die Eitel- und Begehrlichkeiten unsere politischen Kaste. Immer dann, wenn’s irgendwo brennt, die gewohnt beschissene Nachrichtenlage noch beschissener wird oder unliebsame Entscheidungen zur dritten Lesung anstehen, wird erwartet, dass König Fußball das dämliche Volk auf andere Gedanken bringt. So sieht’s doch aus!

Profi-Fussball

Geisterspiele nur im äußersten Notfall

Vor diesem Hintergrund: Was fällt den gleichgeschalteten Medien ein, diese offensichtliche Sachlage ins komplette Gegenteil zu verkehren? Das Wort DFL muss nur in irgend einem besinnungslosen Kontext in den Ring geworfen werden, schon gehen bei den Schreiberlingen, Moderatoren und Kommentatoren reflexartig die Schotten auf: Sonderrolle, Raffgier, Uneinsichtigkeit, Egoismus, Realitätsverlust, Weltfremdheit, Charakterlosigkeit sind noch die glimpflichsten Formulierungen. Das hat der tugendhafte Profi-Fußball wahrlich nicht verdient.

Ganz klar: Die ehrenamtlich tätigen Akteure in der Liga müssen sich vor ungerechtfertigten und billigen Anfeindungen schützen dürfen. Wenn sich das widerwärtige Einschießen auf das unschuldigste Opfer in der gesamten Corona-Pandemie nicht schleunigst erledigt, dann droht nach Worten von Rummelfliege, Fratzke und Konsorten das endgültige Bundesliga-Aus. Ganz einfach. Für immer. Das wäre immerhin eine ganz schön lange Zeit. Die Entscheidung liegt wie immer bei den Entscheidungsträgern. Das gebietet das Gesetz der Transparenz.

Fußball-Geisterliga

Vergessen wir nicht, es geht nachwievor um Leben und Tod. DFL-Boss Christiano Verseifert ist sich dessen zu 100 Prozent bewusst. Daher kann er dem öffentlichen Beharren auf eine baldige Fortsetzung der Bundesliga-Saison nur begrenzt Sympathie entgegen bringen. Wie soll er diese wahnwitzige Idee in den Gremien des größten Sportverbandes der Welt kommunizieren? Wo bleiben die Maßstäbe der menschlichen Unvernunft? Auf der Strecke? Eine einzige große Fickmühle. Aber wer fickt hier wen?

“Alle Männer haben nur zwei Dinge im Sinn. Geld ist das andere.”
(Jeanne Moreau, französische Sängerin und Schauspielerin, 1928-2017)

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Fußballprofis lesen den Raabler

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Der Corona Song

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