Gesellschaft

Hamburg: Autofreie Innenstadt gefordert

Autofreie Innenstadt in Hamburg

Autofreie Innenstadt in der schönsten Metropole der Welt? Wie bitte? Arme Hansestadt Hamburg! Armes Deutschland! Jetzt geht es wirklich entschieden zu weit! Eine Volksinitiative aus drogensüchtigen Autonomen (wie passend), dem Moskau-treuen schwarzen Block, Mitgliedern der terroristischen Antifa-Bewegung sowie den üblichen Träumern aus der extrem extremen Grünen-Szene plant einen nicht genehmigten Anschlag auf die Schnarchnasen der Hamburger Verkehrsbehörde. Ein ungeheuerlicher Vorgang. Beispiellos in der jüngeren Geschichte erfolgreicher Hamburger Verdrängungspolitik.

Was ist passiert? Am 15. Januar 2020 startete in Hamburg das Volksbündnis “Klimahetze Jetzt!” eine unfassbar dumme Initiative mit dem menschenverachtenden Slogan: “Autos raus aus der Hamburger Innenstadt”. Die Idee ist leider nicht neu. Sie wird immer wieder dann aufgewärmt, wenn in der Medienlandschaft die allgemein bekannte Saure-Gurken-Zeit (hierzu zählen die ersten sechs bis acht Wochen eines neuen Jahres) angebrochen ist.

Alles nur wegen Davos

Doppelt blöd ist, das just dieser Tage die weltgrößte “Internationale Luftfahrtmesse” (früher in Paris) und die weltgrößte “Internationale Automobilausstellung” (früher in Frankfurt) die erstmalige Zusammenlegung ihrer Messe-Aktivitäten im nahe gelegenen Davos feierten. Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens – in der Luft wie auf der Straße – zählt das beschauliche Schweizer Bauerndorf aktuell zu den am meisten verschmutzten Regionen unseres angegrauten Planeten. Im Vergleich dazu wäre Peking ein ausgewiesener Luftkurort.

Autoverkehr am Ende

Raabler will sagen: Die weltklimapolitisch beschissene Stimmungslage, gepaart mit dem typisch beschissenem Wetter in unseren Breitengraden, gibt dieser chaotischen Anti-Auto-Initiative in Hamburg auch noch kostenlosen Rückenwind. Sehr ärgerlich, das Ganze! In Davos wurde über nichts anderes palavert, als über die Verbesserung der Lebensbedingungen für acht Milliarden Erdenbürger. Als ob’s kein Morgen bzw. Wichtigeres gäbe. Unfassbar!

116 von 100 für eine autofreie Innenstadt

Logisch sind die dummen Hamburger plötzlich alle auf grün gebürstet. Die unbedeutende Umfrage eines unbedeutenden Regionalsenders ergab eine unbedeutende Zustimmungsquote für eine autofreie Innenstadt in Höhe von 116 Prozent! Das gab es noch nie! Wenn hochgerechnet jeder zweite Umfrageteilnehmer bei den kommenden Bürgerschaftswahlen am 23. Februar 2020 seiner Laune freien Lauf und die fulminante Wuchtbrumme Katharina Fegefeuer (der Name ist Programm) auf den Thron ließe, dann bekommt deren Grünschnabel-Partei 58 Prozent der Stimmen. So etwas nennt man absolute Mehrheit.

Jetzt kann man sich auch ein jeder denken, warum der nette Herr Söder (“Ein Frankie goes to Munich”) im fortschrittlichsten Bundesland der Welt die grün angestrichene Büchse aus seinem Waffen- und Leichenkeller holt. Endlich wieder an Wahlergebnisse aus längst vergangenen Tagen anknüpfen. Und seine depperten Parteifreunde unkten kürzlich noch in tiefster Depression, dass die guten alten Zeiten ein für allemal vorbei seien. Tja, liebe Kinder…gebt fein acht!

Die Vertreibung aus dem Paradies

Zurück nach Hamburg. 116 Prozent Zustimmung! Wäre eine solche Zahl zustande gekommen, wenn man gewusst hätte, dass wahre Prachtstraßen aus dem innersten CO2-Paradies Hamburgs vor dem Auto-Aus stünden? Hier eine kleine Auswahl des Grauens: Ballindamm, Bergstraße, Brandstwiete, Dammtorstraße, Domstraße, Gänsemarkt, Jungfernstieg, Neuer Jungfernstieg, Mönckebergstraße, Spitalerstraße, Steinstraße und Valentinskamp. Ja, sogar Kaiser Wilhelm, Ludwig Erhard und Willy Brandt müssten dran glauben, wenn sie nicht eh’ schon von uns gegangen wären. Ein einziger Skandal!

hvv

In den nächsten sechs Monaten muss “Klimahetze Jetzt!” lediglich 10.000 Unterschriften einsammeln, um mit ihrem Vorstoß die Bürgerschaft der Umwelt-Hauptstadt Europas im Rahmen einer auferzwungenen Schein-Debatte aus dem verdienten Tiefschlaf zu reißen. Nein, liebe Leute, dafür haben wir uns nicht von euch ins Parlament wählen lassen. Um uns bei jeder Gelegenheit mit irgendwelchen populistischen Phantom-Mehrheiten die Tagesordnung in der Bürgerschaft diktieren zu lassen. Wenn man das mit Demokratie verwechseln sollte…dann…

Mit dem Lastenrad zu Montblanc?

Und hat jemand schon mal bei den Geschäftsleuten nachgefragt? Wie die denn wohl zukünftig über die Runden kommen wollen und sollen? Erst der verdammte Umsatz- und Margenkiller namens Internet. Und nun sollen sich die Ladies ihre Echtfell-Gucci-Mäntel, blattgoldverzierten Montblanc-Füller und Krokodil-Ledertaschen mit dem Lasten-E-Bike von Scott aus den Stores holen, oder was? Verrückte Zeiten!

Jetzt kommt dem Raabler nicht mit den üblichen Beschwichtigungen in Form von Ausnahmeregelungen. Anwohner- und Lieferverkehr seien weiterhin möglich. Ärztliches Personal im SUV wird auch in der City gern gesehen. Taxen und Busse sollen vorbehaltlos durchgewunken werden. Heißt es. Wie gnädig! Alles billige Beruhigungspillen für die mit grandiosen Weitblick ausgestatteten Anhänger automobiler innerstädtischer Infrastruktur. Wehret den Anfängen!

Flugtaxi

Autofreie Innenstadt vertreibt die Prolls

Das Schlimmste zum Schluss: Wer kümmert sich um die vielen Autoraser und Autoposer in Hamburg? Werden die jetzt auch ganz offiziell an den Rand der Auto-Gesellschaft gedrängt? Das geht nicht gut aus…

“Rücksichtsvolle Autofahrer verringern die Geschwindigkeit, wenn sie an einem Stopp-Schild vorbeifahren.”
(Robert Lembke, deutscher Fernsehmoderator, 1913-1989

Raabler-Blogpost:
Fahrrad fahren macht Spaß

Raabler-Web-Tipp:
Die autofreie Stadt kommt!

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