Gesellschaft

Immer mehr PS unterm Arsch

PS

Der Raabler freut sich, dass immer mehr Menschen in Zeiten des Klimawandels und der Corona-Pandemie innehalten und sich stattdessen demütig auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens fokussieren: Essen, trinken, ein Dach über dem Kopf und – statt dümmlicher (Nächsten-)Liebe und Zärtlichkeit – ein chromglänzendes PS-Monster auf der verschotterten Hofeinfahrt. Wissenschaftler konnten in einer Konsumstudie enge Korrelationen zwischen der Anschaffung eines klimafreundlichen SUV und der Anlage eines nicht weniger umweltfreundlichen Schottergartens nachweisen.

Hier kommt endlich zusammen, was zusammen gehört. Bevor der Defätismus fröhlichen Einzug in die verklebten Kleinhirne der Erdenbürger hält, lassen diese es noch mal so richtig krachen. Mit fliegenden Fahnen und Fanfarenstößen geht’s in die endorphin-geschwängerte Schlussoffensive. Klimawandel? Lässt sich eh’ nicht aufhalten! Pandemien? Hat’s schon immer gegeben! Borkenkäfer, Wald- und Fischsterben, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis und andere Hochwasserkatastrophen? Weltuntergang? Wir sind dabei! Raabler, halt endlich deine Fresse! Ja, so ist’s gut.

Schottergaerten

Im Land der Grünen

Deutschland steht als fortschrittliche und vernunftbegabte Nation international hoch im Kurs. Zurecht. Seine Bewohner zeichnen sich seit jeher durch ein großes Herz für die Belange der Natur aus. Der Deutsche an sich ist gerne bereit, seine egoistischen Bedürfnisse hintenan zu stellen. Wenn es z.B. um das Erreichen gemeinsamer gesellschaftlicher Ziele zum Wohle aller Mitmenschen geht. Ohne es sich bewusst zu sein, darf er sich zu den Ur-Grünen unseres Planeten zählen.

Darauf kann man zurecht stolz sein. Umfragen unabhängiger Meinungsforschungsinstitute bestätigen diese These. Themen der Nachhaltigkeit und der Umwelt standen und stehen im Land der Dichter und Denker traditionell an erster Stelle. Aber wie sollte man dieser Einstellung politisches Gewicht verleihen, wenn sich niemand zur Gründung einer entsprechenden Partei aufraffen konnte?

Aber wen wählen?

Wie, bitte? Die Grünen gibt’s schon seit 1980? Seit 1983 sogar im Bundestag vertreten? Ach, was! Also, wenn man das gewusst hätte. Das muss einem doch auch mal gesagt werden. Oder waren das etwa diese stinkenden, vollbärtigen Strickjacken- und Turnschuhträger samt ihrer zickig-vermufften Umstandsmode-Trägerinnen? Bunte Blumentöpfe vor sich hertragend wie Trophäen aus fremd-religiösen Kulturkreisen? Und war da nicht auch so ein Steine werfender Taxifahrer dabei? Wie hieß dieser Rotzlöffel noch mal? Egal. Jedenfalls in keinem Fall wählbar. Never…ever!

Auto im Kreisverkehr

Zurück zum Blog-Thema. In einem Land der offenen und verkappten Grünen haben es die Auto-Lobbyisten naturgemäß am schwersten. Niemand hört auf sie. Keiner spricht mit ihnen. Zudem waren alle bisherigen weiblichen wie männlichen Staatsoberhäupter in Deutschalnd bekennende Autohasser. Wie sich vor diesem Hintergrund solch imponierende Ingenieursleistungen in der Fahrzeugindustrie entwickeln konnten, ist dem Raabler bis heute schleierhaft.

Deutsche im PS-Wahn

Man kann sich lebhaft vorstellen, wie schwer die Zeiten für die Autobauer gewesen sein mussten, als bekanntermaßen von umwelt-militanten Grünen ferngesteuerte SPD-Politiker das Verkehrsministerium von 1998 bis 2009 verantworteten. Mehr Stillstand ging nicht. Zum Glück wurde im Anschluss wie von Geisterhand das Ressort auf die fähigsten CSU-Strategen des Landes übertragen. Mit Andreas, dem Bescheuerten, als vorläufigen Höhepunkt in Sachen visionären Weitblicks.

Flugtaxi

Da haben wir im Land der Naturfreunde und Klimaaktivisten ja noch mal gerade so die Kurve gekriegt. In der Statistik der corona-bedingt leider sehr stark eingebrochenen Neuzulassungen stehen die SUVs zum Glück ganz weit vorne. Im schwierigen, holprigen wie unwegsamen Gelände mit allerlei überraschenden Schlaglöchern und extremen Anstiegen auf Deutschlands Straßen und Autobahnen gibt es schlicht keine Alternative zu den filigranen Allradgetriebenen.

Der umweltbewusste deutsche Autofahrer sieht das genauso. Und kauft entsprechend ein. Die durschnittliche PS-Zahl bei den PKW-Neuzulassungen kennt nur eine Richtung: nach oben. Aktuell liegt sie bei 166 PS. Braucht man den Leistungszuwachs, weil die Deutschen immer fetter werden? Liegt’s an Tönnies? Oder vielleicht sogar am Fleischkonsum? Oder wiegen die Brötchen immer mehr? Man weiß es nicht…

Raabler kotzt auf die Motorhaube eines SUV

“Der Mensch von heute glaubt an eine neue Dreifaltigkeit: an den Sex, an die Zuwachsrate und an die Vorfahrt.” (Jens Rasmussen)

Raabler-Blogpost:
Klimawandel: Wir haben verstanden

Raabler-Web-Tipp:
Familie fährt ein SUV (extra 3)

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