Und sonst so?

Immobilien auf Sylt günstig wie nie!

Immobilien

Nach dem allgemeinen Geschwafel über die Syltisierung von Sylt, packt der possierliche Raabler heute zum besseren Verständnis ein wenig Bhudda bei die Haie. Denn mit Haien (Maklern) bekommt es der potentielle Immobilien-Käufer auf der schmucken Nordseeperle schneller zu tun, als ihm lieb sein mag. Aber es sind nette, wohlerzogene Haie. Freundlich. Nordisch. Hanseatisch. Stets umweht von einem Hauch unbeschwerter Gelassenheit und Ruhe. Smoothy wie ein dritter urlaubslauniger Aperol-Spritz bei untergehender Sonne an der Buhne 16.

Alles Trick, natürlich. Jeder von uns kennt das zur Genüge. Ein nach unaufschiebbarer Erfüllung schreiendes Kaufbedürfnis bei der spontanen Besichtigung frisch renovierter Reetdachschlösser im sagenumwobenen Kampen. Emotionale Ausnahmezustände wie Zweifel, Ängste oder gar das Spektrum nekrophiler Kräfte haben temporär zurückzutreten. Die stehen nach Vertragsabschluss sowieso wieder auf der Yolatesmatte. Wenn sich nach dem traumnebeligen Wohlgefühl (“schon so lange unbedingt haben wollen und nun endlich an Land gezogen!”) die harte Realität wieder anwanzt.

Ein Hoch auf die freien Radikalen

Zum Beispiel in Form von Quadratmeterpreisen, die einem Parallel-Universum entsprungen zu sein scheinen. Selbst wenn die neuen Immobilien-Eigentümer in der Lage sein sollten, den Sahne-Deal allein aus der Vorjahres-Steuerrückerstattung zu stemmen. Schnappatmung bei Ausrufung von Schnäppchenangeboten gilt es vor allem im Beisein des Maklers und später des umsichtigen Notars unbedingt zu vermeiden. Cool bleiben, auch wenn’s heiß wird! Mal schauen, was hätten wir denn da:

  • Exklusive Neubau-Reethaushälfte in Strandnähe: ab 3,6 Mio
  • Neubau-Doppelhaus unter Reet: ab 3,9 Mio
  • Friesische Reetkate: 4,5 Mio
  • Einfamilienhaus in einzigartiger Grünlage: 7,1 Mio
  • Wohn- und Geschäftshaus in TOP-Adresse: 9,1 Mio
  • Reethaus in erster Reihe: 12,5 Mio

Ich hab’ noch’n paar Immobilien auf Sylt!

Für einen ersten Eindruck soll das erst einmal reichen. Die richtig exklusiven Objekte verstecken sich hinter dezenten Anmerkungen wie “Preis auf Anfrage”. Luft nach oben ist also immer. Herrlich! Wie sich in diesem ausbalancierten Marktumfeld die Mietpreise entwickelt haben, muss hier nicht näher erläutert werden, oder? Und jetzt kommt wieder Patrick Blindner von der Frech-Demütigenden Partei und zählt jede Alleinerziehende mit Kind an, die bis heute zu blöd war, ihre Altersvorsorge per Wohneigentum abzusichern.

Es muss ja nicht immer gleich Sylt sein. Schon klar. Womit wir wieder beim Thema “Syltisierung” wären. Eingeborene Sylter sowie eine Vielzahl von Arbeitern und Angestellten im boomenden Dienstleistungssektor können schon lange nicht mehr die Immobilien-Preise mitgehen. Die Stundenlöhne für Edel-Hotelangestellte, Servicekräfte im Gourmet-Restaurant oder die Putzkolonnen in Luxus-Appartments sind aus unerfindlichen Gründen nicht um mehrere hundert Prozent gestiegen.

Niemand hat die Absicht…

Super. Da eröffnet sich für ganz viele Menschen ein wahres Kaleidoskop an finanziell attraktiven Perspektiven. Entweder man entdeckt an sich über Nacht die Lust am Wildzelten bzw. Campen. Oder man zieht gut gelaunt und von allen Seiten gewertschätzt auf das nahe gelegene Festland. Zwar sind dort die Wohnkosten mittlerweile auf einem ähnlichen Niveau. Aber dafür kommt jeder Einzelne täglich zwei Mal in den unschlagbaren Genuss des ÖPVN der DB AG. Ist das nichts?

Jawohl, das ist nichts! Zu allem Überfluss klagen jetzt Hoteliers und Restaurantsbesitzer allerorten, dass ihnen die systemrelevante Sklavenbasis in Form ausgemergelter Hungerlöhner in ihren Reichen-Resorts wegbröckelt. So kann’s nicht weitergehen. An der Syltisierung liegt es jedenfalls nicht. Der reichen bis superreichen Kundschaft trifft null Schuld. Vergraulen tabu. Ha, der Raabler weiß es, die Doofen von der Deutschen Bahn AG haben’s wieder mal verbockt!

So wird ein Schmuh draus!

“Das Meer ist ein riesiger mit Wasser gefüllter Behälter, an dessen Rändern die Preise noch gesalzener sind als das Wasser darin.”
(Alberto Sordi, italienischer Schauspieler und Regisseur, 1920-2003)

Raabler-Blogpost:
Sylt macht glücklich!

Raabler-Web-Tipp:
Sylt – Ausverkauf einer Luxusinsel (WDR)

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