Und sonst so?

Katzen machen Menschen glücklich!

Katzen

Möchte das jemand ernsthaft in Zweifel ziehen? Beispiel: Man kommt genervt und gestresst von der Arbeit und wer empfängt einen schon auf der Fußmatte mit einem zärtlichen Schmiss knapp unterhalb der frisch gebotoxten Augenpartie? Richtig, unser wie immer übel gelaunter Stubentiger. Sein blödes Herrchen oder Frauchen hat sich mal wieder nicht an die Abmachungen gehalten. Weder morgens vor dem Verlassen der Wohnung den Katzen-Kack-Käfig auf Hochglanz geschrubbt und einen netten Douglas-Duft drübergelegt. Noch mittags die versprochenen Filetspitzen Stroganoff in Sahnesoße inklusive stillem Pellegrino-Wasser bereitgehalten.

Catcalling

Vom verspäteten Eintrudeln nach 19 Uhr mal ganz zu schweigen. Soviel Sofastoff und Hochflorteppich kann man gar nicht an einem verschissenen wie verregneten Schlado zerstören, um seiner vor Langeweile aufgestauten Wut den adäquaten Nachdruck zu verleihen. Tja, so lieben die Menschen ihre Katzen. Es handelt sich schließlich um Tiere, die ihrem natürlichen Charakter, ihren Instinkten und Trieben ohne jegliche Konsequenzen freien Lauf lassen dürfen. Und zum Dank werden sie dafür sogar noch mit Streicheleinheiten und warmen Worten belohnt.

Katzen sind anspruchslos

So gut möchten es die armen gebeutelten Menschen auch mal haben. Und weil die Krone der Erschöpfung die Verhaltensweisen ihrer domestizierten Katzen so wunderbar nachvollziehen kann, liebt er sie über alle Eskapaden hinweg in einem innigen Gefühl vertrautester Zusammengehörigkeit. Bravo! Und weil das nun mal so ist, schiebt der gleichermaßen domestizierte Homo Sapiens gerne und widerspruchslos seinen angeborenen Geiz beiseite. Und investiert. In 2019 gaben die Deutschen rund 1,6 Milliraden Euro für Katzenfutter aus.

Ich parshippe jetzt

Wohlgemerkt, nur für Futter! Für verunsicherte Katzen-Erstbesitzer gibt es darüber hinaus unter dem Stichwort “Katzenzubehör” bummelige 1,6 Millionen ernst gemeinte Suchmaschinen-Hinweise. Mehr Support geht nicht. Hier eine kleine Auflistung der essentiellsten Must-Haves: Meissener Porzellanschalen für Futter und Wasser, Katzenklos von Villeroy & Boch, Granulat und Streu aus dem Hause LuxuryCats, achstöckige Kratzbäume und Kletterwände im traditionellen Flötotto-Erlebniswelten-Design, McLaren-Transportboxen, Natur-Spielzeug von Seifenbacher.

Geiz war noch nie geil

Im Bereich Kosmetika, Bürsten und Kämme murmeln die Kollektionen der Marken Mucci, Verarsche und Katzurro die Spitzenplätze unter sich aus. Last but not geleast: Schlafkörbchen und Schlafkissen. Wer’s gut meint, treibt sich ausschließlich in den Showrooms von Hästens und Lånan herum. Wieviele Milliarden Euro jährlich in derlei Katzen-Grundausstattungen gepumpt werden? Der Raabler will’s in Corona-Zeiten lieber gar nicht recherchieren. Katzen leben schließlich nur einmal. Und Geiz war…äh…vorgestern. Es geht wieder aufwärts! Na, also!

“Es ist schwer, die Katze wieder in den Sack zu bekommen, wenn man sie erst einmal heraus gelassen hat”
(Robert Lembke, deutscher Journalist u. Fernsehmoderator, 1913-1989)

Raabler-Blogpost:
Auf den Hund gekommen

Raabler-Web-Tipp:
Ruthe.de – Katzenvideos

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