Reise

Klimapaket-Skandal: Fliegen bald unbezahlbar?

In den Urlaub fliegen

Wie heißt es so schön im Artikel 12b des Grundgesetzes:
(1) Alle Deutschen haben das unwiderrufliche Recht, unabhängig von Jahreszeit und Auftragslage, so oft in den Urlaub zu fliegen, wie sie es für angemessen erachten.
(2) Niemand darf zu einem bestimmten Mittel der Fortbewegung gezwungen werden. Für die schönsten Wochen des Jahres werden etwaige klimapolitisch wünschenswerte Vorgaben temporär ausgesetzt.
(3) Das gesamtgesellschaftliche Ziel einer optimalen und unbeschwerten Erholung der Bundesbürger darf sich unter keinen Umständen anderen Zielen unterordnen. Selbst dann nicht, wenn das nackte Überleben unseres Planeten auf dem Spiel stehen sollte.
(4) Die in den Abschnitten 1 bis 3 aufgeführten Inhalte gelten im übrigen auch für sämtliche Geschäftsreisen im In- und Ausland.

Die Autoren der obigen Zeilen, um die uns die Welt bis heute beneidet, haben sich doch was dabei gedacht. Und dann kommt diese Groko im Endstadium um die Ecke und beschließt ein selten dämliches Klimapaket. Plötzlich gilt Fliegen als besonders klimaschädlich. Ab April nächsten Jahres werden knallhart und in dramatischen Dimensionen die Steuern auf Flugtickets erhöht. Ein Skandal ohnegleichen! Vor allem aus Sicht des kleinen Mannes von der Straße.

Auf diese Steuern kannst du fliegen

Was kommt da auf uns zu? Nichts Gutes. Hier die Fakten: Die Steuern auf Inlandsflüge verteuern sich um mehr als 5 (!!) Euro auf dann knapp 13 Euro. Reisen mit einer Distanz bis 6000 Kilometer (jede dritte Fernbeziehung bei parship hat solche Distanzen zu überwinden) generieren Mehrausgaben in Höhe von ca. 10 (!!) Euro auf dann rund 33 Euro. Dem Raabler wird grad schwindelig. Aber es kommt noch heftiger: Bei noch weiteren Flügen (z.B. zu Mond, Mars und Jupiter) verlangt der nimmersatte Staat 18 (!!) Euro mehr. Es reicht!

A380 vor dem Aus? Moment, der Raabler hätte da eine Vision...

Unglaublich, wie die Bundesbürger demnächst geschröpft werden sollen. Ob nun Hartz-IV-Empfänger oder top-bezahlter Mitarbeiter mit krimineller Energie in der Softwareentwicklung bei VW: Ausnahmslos alle werden sich zukünftig bei jeder einzelnen Flugbuchung fragen, ob das wirklich sein muss? Gibt es vielleicht Alternativen zum Flug? Pferdekutsche, Seilbahn, U-Boot, Containerschiff, Flugzeugträger, Lasten-Zeppelin, Hundeschlitten, E-Bike oder völlig abenteuerlich: Mit Taxi, Bus und Bahn?

Buxmoorholm als Klima-Verlierer

Der Raabler hat keine Zweifel daran, dass Fluggesellschaften als auch Flugzeugherstellern mit diesem beispiellosen Maßnahmenpaket sämtlicher wirtschaftlicher Handlungsgrundlagen beraubt werden. Schade um eine der wichtigsten heimischen Schlüsselindustrien. Schade um die vielen Arbeitsplätze bei Airbus. Schade um eine aufstrebende Provinzmetropole im Speckgürtel von Finkenwerder. Schade um den zusammenbrechenden lokalen Einzelhandel. Und schade um das hübsch abgedrehte Preisniveau beim Wohneigentum und im Mietspiegel.

All das hat kräftezehrende Jahrzehnte voller Entbehrungen gebraucht, um sich in Buxmoorholm auf wundersame Weise etablieren zu können. All das wird nun mit einem kurzen unüberlegten Federstreich ad acta gelegt. Jetzt braucht es auch keinen eigenen Autobahnzubringer zur A 26 mehr. Der Landkreis Schade kann sich wieder hinlegen. Wie schade. Alles nur wegen völlig überbewerteter Umweltaspekte. Liebe Svenja, überleg’ es dir bitte noch einmal…ja?

Flugtaxi

“Das Merkwürdigste an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit später die gute alte Zeit nennen wird.”
(Hermann Kahn, amerik. Nuklearstratege und Futurologe, 1922-1983)

Raabler-Blogpost:
Anti-Idiotika für Menschenkinder

Raabler-Web-Tipp:
Groko ohne Plan: Kakophonie beim Klimaschutz (heute-show)

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