Und sonst so?

Komm’ mir nicht mit Tempolimit!

Mit dem Tempo am Limit.

Die nervigen holländischen Nachbarn mal wieder. Überall sind sie uns einen Schritt voraus. In der Armutsbekämpfung, bei den Fernseh-Formaten, in der Sprachbegabung, in ihrer Bildungs- und Steuerpolitik, in der Digitalisierung, in der Anzahl erfolgreicher Unternehmen, im Zugang zu chilligen Drogen und in der Ausbildung ihres talentbefreiten Fußball-Nachwuchses. Schlimm genug! Und nun kommen sie auch noch mit diesem dämlichen 100-Tempolimit um die Ecke! Na, herzlichen Glückwunsch! So ein Käse…

Gut, Ministerpräsident Mark Rutte sprach nicht von “Käse”, sondern lediglich von einer “beschissenen Maßnahme”. Das wollen wir ihm zu Gute halten. Und in Holland gab’s zuvor auch schon ein Tempolimit auf Autobahnen (130). Aber nun? Aussteigen und schieben, oder was? Wann die neue Maßnahme zur Umsetzung gelangen wird, steht noch nicht explizit fest. Fest steht, dass es realisiert wird. Nicht wegen einer möglichen Verringerung tödlicher Verkehrsunfälle. Nein, es geht um die Reduzierung von Stickoxiden. Prioritäten setzen. Nur, dass das mal klar ist.

Wildsau versus Tempolimit

Verdammt, wie stehen wir Deutschen jetzt wieder da? Isoliert und ohne Verbündete. Geschichte wiederholt sich. Wie einst das berühmte gallische Dorf. Nur diesmal umzingelt von Tempolimit-Neurotikern statt dekadenten Römern in Schildkröten-Formation. Herrjeh, es bleibt einem in diesem unserem Lande auch gar nichts erspart. Nun kommen sie in noch größerer Anzahl zu uns rüber. Die Holländer. In ihren deutschen Autos. Um die innere Wildsau zu ihrem Recht kommen zu lassen.

Über ein Tempolimit wird in Deutschland immer öfter diskutiert.
Ein Schild, dass dem deutschen Michel gehörig auf den Magen schlagen könnte: Tempolimit 130 auf Autobahnen. Das nächste unsinnige Verbot. Nur wegen ein paar Toten mehr oder weniger. Es reicht!

Im Zusammenspiel mit den ewig angetrunkenen Skandinaviern werden die Bekifften aus dem Land der Tulpen ein hübsches Gemetzel auf Deutschlands Autobahnen inszenieren. Dessen ist sich der Raabler sicher. Darum ab sofort nur noch mit dem großen SUV auf die Rennstrecke. Denn des Deutschen liebstes Spielzeug kommt sicherheitstechnisch gleich nach dem beliebtesten Exportschlager – Leopard II. Bei einem Frontalcrash zwischen Pkw und SUV unterliegen Pkw-Insassen einem sieben- bis zehn Mal höherem Todesfallrisiko als SUV-Passagiere. Gut zu wissen!

Man lebt bekanntlich nur einmal. Es geht ums nackte Überleben in einer durch und durch rücksichtsvollen Gesellschaft auf der Überholspur. Einen kleinen Haken hat die Sache: Die ganze schöne Wahrscheinlichkeitsrechnung geht natürlich gepflegt den Bach runter, wenn unsere europäischen Nachbarn ebenfalls mit einem SUV antreten. Dann heißt es nur noch: Augen zu, und durch! Die Rettungsgasse.

“Fortschritt in der Politik ist manchmal nur das Gefühl, das man in einem stehenden Eisenbahnzug hat, wenn nebenan ein anderer fährt.”
(George Brown, englischer Politiker, 1914-1985)

Raabler-Blogpost:
Autoposer in den Städten

Raabler-Web-Tipp:
Verkehrsminister Scheuer und der gesunde Menschenverstand (extra 3)

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