Sport

Nur noch Bekloppte unterwegs

Bekloppte

Kommt es dir auch so vor, dass immer mehr Bekloppte unseren schönen Erdball und unser einmaliges Leben mit einer unfassbaren Mischung aus Arroganz, Penetranz, Ignoranz und Luxus-Popanz belästigen? Schön und gut, die Erde wird erst in einigen Jahrzehnten mit ihrem Bevölkerungswachstum abgeschlossen haben. Insofern muss nach Raabler Riese schwanzläufig auch die Anzahl der Abgedrehten zunehmen. Nur vollzieht sich der Prozess leider nicht linear, sondern im gefährlichen Maße exponentiell. Wie unser aller Lieblings-Virus namens Corona. Schade, schade.

Planet Erde

Der Raabler verzichtet an dieser Stelle auf das übliche Politiker-Bashing. Erstens, weil die Menschenkinder alle vier Jahre dank intelligentester Kreuzchenmalerei an der Wahlurne allen Skandalen zum Trotz stets die gleichen Pappnasen ins Amt hieven. Nur um sich im Anschluss daran weitere vier Jahre von ihnen verarschen zu lassen. Und sich weitere vier Jahre übelst darüber aufzuregen. Davon zehrt im übrigen eine ganze Branche: Die Kabarett- und Comedyszene Deutschland!

Kabarett

Bekloppte leiden unter dem Bildungssystem

Zweitens, weil der Raabler nicht noch mehr Bekloppte als ohnehin schon auf seinen Satire-Blog begrüßen möchte (Scherz!). Stichwort: Hate Speech. Führende Primatenforscher stellten jüngst unmissverständlich fest, dass sich die Spezies Mensch in keinem anderen Bereich so sehr zum unreflektierten Absondern verbaler Scheiße animiert fühlt, wie im Politischen. Dies wiederum mag damit zusammenhängen, dass nirgendwo sonst derart große Wissenslücken auf ein Maximum an sozialer Inkompetenz stoßen (dürfen).

Zur öden Politik gibt’s in Sachen Humor und Satire zum Glück eine dankbare Alternative: der Sport! Allen voran der Profi-Sport. “Er ist gesund und macht uns hort!” In diesem Beritt gibt’s zum Glück mal keine zwei Meinungen, denn Bekloppte auf allen Ebenen übernahmen schon lange vor Corona das Zepter. Erbarmungslos setzte auch hier die Virus-Krise das viel zitierte Brennglas an. Darunter wurde es so heiß, dass sich das peinlich-heuchlerische Demuts-Gelaber in den Großverdiener-Sportvereinen längst in lauwarme Asche verwandelt hat.

Sport und Politik haben nichts miteinander zu tun

Wie konnte es soweit kommen? Obwohl beide Betätigungsfelder – Sport und Politik – zweifelsfrei noch nie irgendwelche Berührungspunkte miteinander hatten, kann bei der Beantwortung der brisanten Frage ein Blick über den Tellerrand in die Ur-Sümpfe der Politik dennoch nicht schaden. Und siehe da, in der Politik wie im Sport setzt man konsequent und erfolgreich auf zwei starke Eckpfeiler.

Klimawandel

Zum einen das extrem gut funktionierende Kurzzeitgedächtnis der riesigen Fanmassen. Zum anderen auf die altbekannte Tatsache, dass der Mensch Veränderungen bzw. alles Neue jeglicher Coleur hasst wie die Pest. Und war das vergangene “System” auch noch so widerlich, ungerecht, verachtenswert, egoistisch oder gar pervers. Die großen und kleinen Kinderchen hätten es gerne so wieder. Es war ja nicht alles immer nur schlecht, oder?

Die Aura eines 2-Kilo-Pakets Hornspäne

Dem Raabler wird gleich schlecht! Leute, aufwachen! Beispiele gefällig? Für demütige 53 Millionen Euro wechselte dieser Tage Chancentod Timo Wer (?) – Ronaldo kennt ihn nicht – zum FC Chelsea an die Stamford Bridge. Da Red Bull bekanntlich kurz vor der Insolvenz steht, können die jeden Cent gut gebrauchen. Aus diesem Grund wechselt der Flüüügelflitzer mit sofortiger Wirkung. Warum denn das CL-Viertelfinale gemeinsam mit seinen alten Leipziger Kameraden spielen? Man könnte sich ja verletzen. Und was würde dann aus dem Deal? Also, einfach mal die Fresse halten da draußen!

Ewald Lienen

Corona-bedingt fällt nicht nur die Ablösesumme unterirdisch aus. Demütig streckt der charismatische Sportsmann mit der Ausstrahlung eines 2-Kilo-Pakets Hornspäne seine Patschehändchen nach bummeligen 15,5 Millionen Jahresgehalt (Boni kommen noch oben drauf) sowie einmalig 11 Millionen Euro Handgeld aus. Wie Manuel Neuer hat er die Zeichen der Zeit verstanden. Vorbild sein! Und an diejenigen denken, die nicht wissen, wie sie die nächsten Tage und Wochen überstehen sollen.

Ein Pflegefall kommt selten allein…

Der nächste Corona-Pflegefall ist Leroy Sané. Wer geht schon freiwillig zurück nach Deutschland? Zum depperten FC Bayern? Zu einem – eines Mega-Talents unwürdigen – Schnäppchenpreis von 50 (oder 60?) Millionen Euro. Statt 2,4 Milliarden Euro vor seinem Kreuzotterbiss. Na, schön, immerhin stimmt das Jahresgehalt in Höhe von ca. 17 Millionen Euro. Soviel verdient auch Thomas Müller, der bei der letzten EM 2016 und WM 2018 Unglaubliches für Deutschland leistete. Schon vergessen?

Fußballprofis im Fake-News-Gewitter

Ok., Lewa und Manu liegen gehaltlich drüber. Aber vielleicht lässt sich ja nachverhandeln? Nicht wegen exorbitant toller Leistungen auf dem Platz, sondern weil endlich ein Scheiß-Impfstoff gegen den verflixten Virus gefunden wurde? Man wird doch wohl noch mal laut denken dürfen, oder? Leroy beherzigt schon mal die Hygiene- und Abstandsregelungen in Perfektion. Es geht nichts über einen eigenen Privatjet. Vielleicht könnte der Raabler ihn mit seinem Flugtaxi-Unternehmen als ersten prominenten Neuzugang gewinnen? Das wäre was…

Bekloppte helfen sich untereinander

Zum guten Sch(l)uß die Krönung aus der (ehemaligen) Fußball-Funktionärsebene. Demut wohin das Auge schaut und die Ohren einfach nicht rechtzeitig weghören können. Der Steuerverkürzungsexperte und (ehemalige) Wurstfabrikant Uli H. aus M. versucht, seinen in die Bredouille geratenen Bruder im Geiste, den Oberschlachtermeister aller Klassen Clemens T. aus R.-W., aus der hart erarbeiteten Schusslinie zu holen.

Fußball-Geisterliga

Dieser edle Mann von Milliardär hat seine eigenen Interessen stets nach hinten gestellt. Millionen von Schweinen verdanken ihm ein artgerechtes Ende unter Einhaltung sämtlicher Tierwohlaspekte – und weit darüber hinaus. Ebenso bedarfs- und artgerecht wurden Tausende ergebener Sklavenarbeiter bis zum heutigen Corona-Tage in menschenunwürdigen Massenunterkünften gehalten. Auch unter diesem Aspekt stand das Tierwohl immer an erster Stelle.

Bald kein Revierderby mehr?

Und jetzt diesem Vorzeige-Unternehmer einen Strick daraus zu drehen – einfach unglaublich. So etwas gibt es nur in Deutschland. Wenn die Massen dich erst einmal auf dem Kieker haben, gibt es kein Halten mehr. So ist das. Und was wäre denn mit Schalke 05? Ohne seinen Mäzen? Sie wären ohne sein hart erarbeitetes Sponsoren-Geld schon lange nur noch ein Schatten vergangener Skandaljahre.

Fleisch

Es hat nun mal alles seinen Preis. Der Raabler weiß, wovon er kotzt. Und er vermisst die Reaktionen aus dem Hause Signal-Iduna. Unter jedem Dach ein Ach. Fratzke, bitte übernehmen Sie!

“Die Nullen müssen sich rechts halten, wenn sie was werden wollen.”
(Johannes Rau, SPD-Politiker u. ehem. Bundespräsident, 1931-2006)

Raabler-Blogpost:
Sportschau im Quotentief

Raabler-Web-Tipp:
Clemens Tönnies – Fleischmogul im Corona-Sturm

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