Und sonst so?

Popups gehen dir auf den Cookie?

popup

Tröste dich, da bist du nicht der/die Einzige. Hielten sich früher wenigstens noch die “seriösen” Onlinemedien in Sachen “werbliche Penetration der (zahlenden) Nutzer” vornehm zurück, scheinen mittlerweile alle Dämme gebrochen. Ein täglicher Irrsinn an Popups auf den Kanälen des World Wide Web. Was sich da an Werbe-Sonderformaten unaufgefordert über die Texte und Bilder legt, spottet jeder Kuhhaut. Muss das sein? Steht es wirklich so schlimm um die Medienbranche? Offensichtlich, ja!

Der Raabler weiß ja nicht, wie es dir dabei ergeht. Aber das Suchen nach dem erlösenden Kreuzchen zum Entfernen der unerwünschten digitalen Werbeanzeigen (neudeutsch auch “Ads” genannt) nimmt er sportlich. Andere verdaddeln ihre wertvolle Zeit mit allerdämlichsten Online-Spielchen. Der Raabler sucht derweil das Wegklick-X. Such’, Raabler, such’! Wo ist das Kreuzchen? Oben rechts diesmal nicht? Nein, das wäre ja auch zu einfach, weil es die Standardplatzierung ist. Such’ weiter, brav, mein lieber Raabler! Ist es vielleicht unten rechts? Auch nicht? Verdammt, dann aber doch wohl unten links? Was? Auch nicht? Zu blöd aber auch.

Böse, böse Popups…

Ach, gucke, da ist es ja endlich. Es schwebt quasi oben links im luftleeren Raum. Ihr Schlaumeier, jetzt haben wir euch! So weg mit dir, mein Bannerchen. Der Klick wird dich killen. Nanu, was’n das jetzt? Der Klick funzt nicht? Böses Bannerchen. Nochmal draufgeklickt. Nix. Noch fester draufgeklickt. Ach, du Scheiße, Weiterleitung auf die Landingpage des gewieften Werbetreibenden. Hier, nimm’ das, du Arschloch! Weggebeamt, die aufdringliche Seite. Ach, jetzt ist die Ausgangsseite auch noch abhanden gekommen? Wie lautete die noch? Vergiss’ es, war wohl nicht so wichtig. Vielleicht ein andern Mal. Tschüssikowski!

Bannerwerbung im Internet
Da kann man schon mal kurzfristig den Überblick verlieren: Popup, popup auf dem Schirm, wer hat die wenigsten Zellen im Gehirn?

Dieser eine Raabler-Weiterleitungsklick auf die Homepage des Werbetreibenden war für diesen selbstverständlich der Bringer des Tages. So wie alle anderen unfreiwilligen Klicks nach gleichem Muster für ihn die Bringer des Tages waren. Analysiert nur alle Popups recht akribisch durch eure hochbezahlten Spezialistenteams und legt für jeden versehentlichen Kontakt die Kohle auf den Tisch. Und macht euch bitte keine Sorgen, dass der teure Schuss (Klick) werbe- und imagetechnisch zum Rohkrepierer mutiert. Das Onlineportal dankt. Für nichts und wieder nichts. Einfach Herrlich!

Eins geht immer: Kohle über Image

Apropos, du mein liebes Onlineportal. Sorry, dass der Raabler dich duzt, aber in der Online- bzw. Medienwelt sind die Hierachien bekanntlich flach wie das Unterhaltungsniveau auf RTL II. Also, liebes Onlineportal, mach’ auch du dir keine Sorgen über DEIN Image. Kohle geht über Image. Der “Kostenlos-und-Umsonst-Mentalität” der Kundschaft muss endlich Einhalt geboten werden. Gratis-Kultur? Da ist die Tür! Qualität und Journalismus gehören zusammen wie der Wind und das Meer. Und sind nicht umsonst zu bekommen. Aus diesem Grunde beschäftigen wir so viele hochbezahlte Edelfedern, Rechercheure, Korrektoren, Kompetenzbeiräte, freie Feste und feste Freie. Und geben ihnen eine tägliche Dosis Wertschätzung, verbunden mit dem unbezahlbaren Gefühl, einen sicheren Arbeitspl…

Mensch, Raabler, jetzt beruhig’ dich mal wieder!
Der Raabler beruhigt sich. So ist’s brav.
Und nicht nur für Schottland gilt das nachstehende Zitat:

“In Schottland leiden so viele Menschen an Wirbelsäulenverkrümmung, weil nur wenige Schotten Zeitungen kaufen, aber alle Schotten Zeitung lesen.”
(Denis Harvey, kanadischer Journalist, 1929-2003)

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