Und sonst so?

Raabler gründet Flugtaxi-Startup

Flugtaxi

Raabler Rolfn hatte kürzlich den Schnabel gestrichen voll. Worauf und wie lange noch warten? Bundeslobbyminister Andy (“der Bescheuerte”) präsentiert seit Jahren Flugtaxi-Prototypen unterschiedlichster Ausgestaltung bei jeder x-beliebigen Messe. Faselt unentwegt vom unmittelbar bevorstehenden Durchbruch. Jawohl, sie können fliegen. Es fehlen im Grunde nur noch die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Bestimmung von Flugkorridoren und Flugrouten. Dann könnte es schon bald losgehen…

Gähn! Diese ewige Laberei. Reine Zeitverschwendung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie packte der Raabler nun die einmalige Chance beim Schopfe, um seinen Visionen im wahrsten Sinne des Wortes endlich Flüügel zu verleihen. Jetzt und nicht irgendwann – vielleicht. Das düstere Szenario: Dank weltweiter Flugverbote werden Passagierflugzeuge in Hundertschaften im australischen Wüstenklima zwischengeparkt.

A380 vor dem Aus? Moment, der Raabler hätte da eine Vision...

Bitte Furzabstand einhalten!

Komplett verunsicherte Menschen meiden Busse und Bahnen. Ohne zahlende Kundschaft geht’s von A nach B. Ojemineh! Und wenn jemand zusteigt, dann bitte Furzabstand und Mundschmutz beachten. Selbst im überteuerten Taxi gilt der Bankräuber-Look. Macht alles keinen Spaß mehr. Fahrräder und Pedelecs festigen ihren Platz als zweitbestes Verkehrsmittel der Stunde. Klimaneutral, ohne Maske und schlechtem Gewissen voran kommen. So ist’s recht.

Döner-Blähungen verwirbeln unauffällig im allgemeinen Verkehrsgestank. Den gibt’s nachwievor in unseren Städten. Fast wie zu besten Zeiten. Denn leider erlebt das Auto corona-bedingt seinen vierten Frühling. Jeder hübsch allein hinterm Steuer. Mit durchschnittlich 22 km/h in der City unterwegs. Edelste Stauabgase tief inhalierend. (Merke: Umarme deinen Atem!). An jeder roten Ampel das frisch erworbene AOK-Blutdruckmessgerät in Aktion. Und zum Feierabend auf dem heimischen Sofa den ganzen Dreckstag mittels Fitnesstracker visualisieren. Viel Spaß noch!

“Hallo, Raabler-Flugtaxi? Bitte kommen!”

Nein, die Zeit war überreif für das Flugtaxi. Drum kratzte der Raabler alles Geld zusammen und erwarb die teure Fluglizenz in Theorie und Praxis im Lufthansa-Übungszentrum auf den karibischen Cayman-Islands. Wegen des spärlich genutzten Luftraums ein ideales Übungsgelände. Volle Konzentration auf die neue Technologie. Kleine technische Wackler und gelegentliche geistige Aussetzer im Umgang mit Software und Joystick zu Beginn der Praxisphase wurden vom Dozententeam weggelächelt.

Homeoffice

Seit Anfang Mai 2020 hat der Raabler die Lizenz zum Überfliegen für maximal vier weitere Passagiere. Die Nachfrage setzte unmittelbar ein. Wegen der zunächst noch relativ hohen Transportpreise erwartungsgemäß aus den Bel-Etagen der deutschen Industrie. Das Raabler-Flugtaxi darf mit Sondergenehmigung alle Start- und Landeplätze auf deutschen Flughäfen nutzen. Als weitere Plattformen dienen in nicht unerheblicher Anzahl die bisher ausschließlich für Helikopter konzipierten Dächer auf Wolkenkratzern.

Danke, Andy!

Beim Raabler läuft’s. Wenn du demnächst also mal wieder mit deinem 550-PS-Porsche Cayenne im täglichen 10-Kilometer-Stau vor den Toren deiner Lieblingsstadt stehst und brav an die Rettungsgasse gedacht hast, dann wundere dich bitte nicht, wenn der Raabler mit seinem nigel-nagel-neuen Flugtaxi und muggeligen 350 Stundenkilometern auf dem Digital-Tacho einen Landeanflug genau in diese Rettungsgasse simuliert.

Autoverkehr am Ende

Wohlgemerkt, simuliert. Der Raabler startet natürlich im letzten Moment wieder durch. Er darf das. Andy hat’s erlaubt. Andy hat’s auch erlaubt, dass das Flugtaxi in einer ersten Testphase zunächst den Luftraum in einem Korridor von mindestens 25 bis maximal 100 Metern oberhalb der bestehenden Autobahntrassen nutzen darf. Was für ein Spaß! Der Raabler und seine Fluggäste werden so manches Mal aus dem Cockpit Winke-Winke-Grüße an die unter ihnen im Stau stehenden Autofahrer schicken.

Mehr Werbung geht nicht! Danke, Andy!!

“Zivilisation ist die unablässige Vermehrung unnötiger Notwendigkeiten.”
(Mark Twain, amerikanischer Schriftsteller, 1835-1910)

Raabler-Blogpost:
Hamburg: Autofreie Innenstadt gefordert

Raabler-Web-Tipp:
Das Flugtaxi, das nicht fliegen kann (heute-show)

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