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Sensation: FC Magenta führt ebenfalls Gehaltsobergrenze ein

Gehaltsobergrenze

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt! Ihr glaubt nicht, welche unglaubliche Agentur-Meldung soeben frittenheiß in die Raabler-Redaktion eingetrudelt ist: Der weltgrößte Fußballclub, FC Magenta (formerly known as FC Bayern München) hat sich ein Beispiel an den Königsblauen vom FC Gazprom (formerly known as Schlacke 05) genommen. Es geht um die erstmalige Einführung einer Gehaltsobergrenze für Fußball-Profis, die kürzlich vom stolzen Revierclub aus wirtschaftlichen Gründen verkündet wurde. Sie wurde auf 2,5 Millionen Euro pro Jahr festgesetzt.

Unmittelbar nachdem diese wegweisende Entscheidung in den internationalen Sportmedien die Runde machte, reagierte völlig überraschend der FC Magenta in Person seines Vorstandsbosses Karl-Heinz Rummelfliege. Nach einer Blitz-Video-Konferenz mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates legt der Klub an der Säbener Straße nach und erklärt in einem Sky-Interview seine unverbrüchliche Solidarität mit Gazprom – und damit auch den restlichen Wirtschaftsunternehmen aus der 1. Fußball-Geisterliga.

Fußball-Geisterliga

Gehaltsobergrenze mit Interpretationsspielraum

Die staunende Fachwelt sowie der gesamte Magenta-Kader bekamen bei der Live-Schalte spontane Schnappatmung, als auch Rummelfliege die besagten 2,5 Millionen Euro in den Ring warf. Kurz darauf jedoch die Entwarnung: 2,5 Millionen ja, aber als monatliche Höchstgrenze. Macht eine jährliche Gehaltsobergrenze von 30 Millionen Euro. Ein cleverer Schachzug der Vereinsführung. Gibt man damit indirekt den nie ganz zufriedenen Großverdienern und Leistungsträgern zu verstehen, dass im Ernstfall noch Luft nach oben besteht.

Gerade in Corona-Zeiten ein wichtiges gesellschaftliches Signal. Seht her, wir vom FC Magenta werden auch weiterhin für einen attraktiven, international konkurrenzfähigen Wettbewerb sorgen. Die Fans sollen sich nicht durch die eigene Arbeitslosigkeit in eine emotionale Abwärtsspirale begeben, nur weil sie z.B. befürchten müssen, dass einige Magenta-Spieler mit Stallgeruch sich nicht mehr mit läppischen 15 Millionen Euro Jahressalär zufriedengeben könnten. Und den Weißbier-Verein verärgert in Richtung Corona-Pleiteländer wie Italien, Spanien oder Frankreich verlassen. Soweit wird es nun nicht mehr kommen.

Fußballprofis im Fake-News-Gewitter

FC Magenta mit ungewohnt warmherziger Geste

Nein, diese grässliche Option ist damit endgültig vom Tisch. Und wäre von Höchstgrenzen nicht schon genug die Rede, haut der Deutsche Meister der letzten wie nächsten 15 Jahre imagewirksam noch einen raus: Auch bei den Ablösesummen will der FC Magenta nicht mehr jede Perversion mitmachen und beschloß im gleichen Atemzuge ein Limit von 500 Millionen Euro. Nicht pro Mannschaft, sondern pro Einzelspieler. Mehr Solidarität geht im Fußball einfach nicht.

Selbst in ihren kühnsten Träumen hätten die sportlichen Statisten aus den anderen Nebenschauplätzen des deutschen Fußballs niemals eine derartig warmherzige Geste aus München erwartet. Eine Geste, die Mut macht, den Zusammenhalt fördert und die weiteren von der DFL angedachten Reformen mit einem kräftigem Rückenwind versorgen wird. Bravo! Ausnahmsweise mal gute Nachrichten in diesen tristen Zeiten. Mehr davon!

“Es gibt keinen besseren Grund, höflich zu sein, als die Überlegenheit.”
(Marie von Ebner-Eschenbach, österreich. Schriftstellerin, 1830-1916)

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