Reise

Sylt macht glücklich!

Sylt

Damit meint der Raabler keineswegs die Anreise aus dem nahegelegenen Buxmoorholm. Die ist auf Schienen und dem unvermeidlichen Bus-Ersatzverkehr ein Klacks mit Soße. Verglichen mit dem zeitlichen wie mentalen Aufwand, den beispielsweise vierköpfige Familien betreiben müssen, um mit Sack und Pack aus dem wunderschönen Konschtanz per SUV anzureisen. Von dort bis nach Sylt sind auch mit 400 PS umterm Arsch und bummeligen 1050 Autobahnkilometern locker 13 Stunden zu veranschlagen.

Raabler-Info:
Dieser Blogbeitrag wurde vor ewigen Zeiten (am 25. Oktober 2020) vorgeschrieben. Wie leichtsinnig vom Raabler! Steht uns doch allen völlig unerwartet der November-Lockdown ins Haus!

Schließlich locken unterwegs unzählige Not-Baustellen. Dort, aber nicht nur dort, staut es sich naturgemäß. Außerdem muss die Familie mindestens zweimal frische (Ab-)Luft tanken und Sanifair-Gutscheine sammeln und eintauschen. So viel Zeitvertreib muss sein. Für die wertvollsten Wochen des Jahres. Schließlich geht’s nicht irgendwo hin. Es geht nach Sylt. Dem nördlichsten Archipel der Bundesrepublik. Auf die Insel der Reichen und Blöden. Dabei sind dort gar nicht einmal alle reich…

Autobahn

Sylt im Rekord-Fieber

Zum Finale in Niebüll, der legendären Viehtransport-Verladestation zum Meeresglück, wartet auf die stress-resistenten Wagenlenker aus dem tiefen Süden stets eine ganz besondere Herausforderung. Für das geliehene und abgehangene Nervenkostüm. Die einzigartige Fahrt mit dem Sylt Shuttle vom Festland über den Hindenburgdamm nach Westerland/Sylt. Verheißungsvolle Ausblicke in unberührte Landschaften des Unesco-Weltkulturerbes inkludiert.

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Der Spaß kostet lediglich zwischen 85 und 98 Euro pro Richtung. Ein echtes Schnäppchen. Blöd nur, dass es auch hier mal Wartezeiten geben kann. Die Herbstferien 2020 glänzten mit einem Stillstands-Rekord: Auf die Konschtanzer lauerten sage und kotze weitere sieben (!!) Stunden bis zur Verladung auf den Shuttle. Der Raabler fasst kurz zusammen: 13 Stunden cleveres Fortkommen auf Asphalt, addiert mit sieben Stunden sinnlosem Dahinsiechen im mondänen Nie(wieder)büll – macht umterm Strich 20 Stunden vergeudete Lebenszeit. Wer vorher noch nicht urlaubsreif war…

War was mit Corona?

So wird ein Strick draus. Die bestens gelaunten Radiomoderatoren bei R. SH auf Sylt und Antenne Sylt überschlugen sich in ihren dauerschleifenden Morgen-News mit den kreativsten Superlativen. Allgemeiner Tenor: So einen Ansturm auf die Insel hätte es zuvor noch nie gegeben. Und das trotz Corona. Die Erleichterung stand ihnen in ihre lädierten Stimmbänder gemeißelt, bei diesem Urlauber-Alptraum lediglich die Rolle des beobachtenden Chronisten einnehmen zu müssen.

Lieber nicht mitten drin. Und schon gar nicht dabei! Aber natürlich freut sich ganz Sylt auf seine Touristen. Alle sind herzlich willkommen. Vor allem auch aus “K”, “B”, “HB”, “S”, “OF” und hastenichgesehn. Egal, im Nachhinein wurde das Beherbergungsverbot sowieso gekippt. Es wird nie so heiß gekocht, wie’s danach gegessen wird. Zum Ausgleich gab’s kurz darauf aber so richtig Corona-Alarm. Mit allem, was dazugehört. Inklusive erneut abgedrehter Moderatoren “on air”. Und dieses Mal mischten sämtliche TV-Sender bundesweit mit.

Warum? Das steht in einem anderen Blogpost.
Bis denne!

“Es gibt keinen besseren Reiseführer als das Scheckbuch.”
(Georg Thomalla, deutscher Schauspieler, 1915-1999)

Raabler-Blogpost:
Gaffer unter uns

Raabler-Web-Tipp:
Realer Irrsinn: Sylt Shuttle Plus (extra 3)

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